Wird sich auch in diesem Jahr die Typenklasse meines Pkws verändern? Wie viele Typenklassen gibt es?

In der Tat überprüft ein unabhängiger Treuhänder jedes Jahr die Schadenverläufe der einzelnen Pkw-Modelle sowie der regionalen Zulassungsbezirke. Zum 1. Oktober des laufenden Jahres wird auf dieser Basis eine Neueinstufung in die Typ- und Regionalklassen vorgenommen. In diesem Jahr hat es wie in den Vorjahren laut GDV nur wenige Umstufungen gegeben. Im neuen Typklassenverzeichnis bleibt für cirka zwei Drittel der Fahrzeuge alles beim Alten. Insgesamt gibt es in der Kfz-Haftpflichtversicherung 16 Typklassen (10-25), in der Vollkaskoversicherung 25 (10-34) und in der Teilkasko 24 Typklassen (10-33). Je niedriger die Typklasse, desto günstiger die Versicherungsprämie.

In der Kfz-Haftpflichtversicherung ändert sich für 32 Prozent der Fahrzeuge die Typklasseneinstufung. So verbessert sich zum Beispiel der Opel Astra-G-Cabrio (T98/C, 2.2DTI) um vier Stufen und befindet sich nun in Klasse 17. Verschlechterungen gibt es natürlich auch: Um jeweils drei Stufen in Klasse 18 verschlechtert haben sich der Renault Scenic (1.4 T, (JZ), 96 kW) und der Peugeot 308 (SW, 1.6 T, (4)).
Die Vollkasko wird sich bei 38 Prozent der Modelle verändern. Verlierer ist unter anderem der Opel Astra-J (1.6, (P-J), 85 kW), der um gleich fünf Stufen schlechter in Klasse 18 eingestuft wurde. Um vier Stufen in Typklasse 18 hat sich der Audi A4 Avant (2.7 TDI, (B8), 140 kW) verbessert.
In der Teilkaskoversicherung, in der es bei 34 Prozent der Fahrzeugmodelle Umstufungen gab, wurde beispielweise der Mercedes 220 E ((124), 110 kW) um drei Klassen besser in Typklasse 17 eingestuft.

Auf den GDV-Internetseiten können die einzelnen Regionalklassen und Typklassen abgefragt werden.