Die Misere scheint für Toyota einfach kein Ende nehmen zu wollen. Erst im April sah man sich bei der Tochtermarke Lexus dazu gezwungen, eine Rückrufaktion zu starten: Ca. 34.000 Fahrzeuge des Modell GX460 mussten in die Werkstätten beordert werden, damit Fehlerbeseitigungen an der Lenkung vorgenommen werden können.

Nun trifft es die Japaner erneut: Aufgrund von Schwierigkeiten mit der Lenkung muss Lexus 11.500 Fahrzeuge zurück in die Werkstätten rufen. Dieses Mal geht es um den Lexus LS: Modelle, die im Jahr 2010 ausgeliefert wurden, weisen ein ernsthaftes Problem mit der Lenkung auf. Wie der Autohersteller angibt, kehrt das Lenkrad nach einem vollen Einschlag nicht umgehend in die neutrale Position zurück – und das obwohl sich die Räder schon wieder im Geradeauslauf befinden. Eine Verzögerung von ein bis zwei Sekunden kann aus Gründen der Sicherheit nicht toleriert werden.

In Deutschland sind allerdings so gut wie keine Autobesitzer vom Rückruf betroffen. Wie die dpa mitteilt, seien in Deutschland gerade einmal drei Einheiten des betroffenen Fahrzeugmodells ausgeliefert wurden. Generell sind in Europa nur wenige Fahrzeuge dieses Modells zu finden: Gerade einmal 400 Fahrzeuge müssen zurückgerufen werden. Der Löwenanteil bzw. die restlichen 11.100 Autos sind in Japan zugelassen.

Für Toyota ist diese Entwicklung nicht gerade erfreulich: Der Imageschaden, den die Japaner erlitten haben, ist beträchtlich. Da ist es nicht von Vorteil, wenn weiterhin Rückrufaktionen durchgeführt werden müssen – zumal andere Autohersteller ebenfalls Rückrufe durchführen. Allerdings werden solche Rückrufe anders zur Kenntnis genommen. Toyota ist in diesem Fall nun einmal ein gebrandmarktes Kind.