Nach Angaben von Steuerexperten lohne sich die Anwendung des Steuersparmodells insbesondere dann, wenn die Einnahmen der Arztpraxis die Erwartungen übertroffen haben und die Steuern entsprechend hoch sind. Die Vorauszahlung, die auf Beiträge zur privaten Basiskrankenversicherung und der Pflegeversicherung geleistet werden darf, um Steuern zu sparen, ist bis zu zweieinhalbmal so hoch wie der Jahresbeitrag. In diesem Zusammenhang können in den kommenden zweieinhalb Jahren auch andere Versicherungsprämien bis zur Höhe von jährlich 2800 Euro geltend gemacht werden, wie die Ärzte-Zeitung eine Steuerberatungsgesellschaft zitiert.

Vorher mit Steuerberater und PKV austauschen

Experten raten privat versicherten Ärzten, die durch Vorauszahlungen auf ihre Beiträge Steuern sparen möchten, sich im Vorfeld mit ihrem Steuerfachmann auszutauschen. Darüber hinaus sollten die Mediziner zeitnah das Gespräch mit ihrem PKV-Anbieter suchen; nicht nur vor dem Hintergrund der Modalitätenklärung sondern auch in Bezug auf ein mögliches Skonto.

PKV-Rechenbeispiel: Veritable Senkung der Steuerlast möglich

Ein von der “Ärzte Zeitung” aufgeführtes Rechenbeispiel verdeutlicht den möglichen Steuerentlastungsrahmen. Bei einem jährlichen Beitragsrahmen von 5.000 Euro für die private Basiskrankenversicherung und die Pflegeversicherung könne ein Hausarzt im ersten Jahr eine Gesamtsumme von dreieinhalb mal 5.000 Euro und damit 17.500 Euro steuerlich geltend machen, so der Bericht. In den nachfolgenden zwei Jahren belaufe sich der Rahmen der Sonderausgaben auf je 2.800 Euro; im vierten Jahr dann lediglich auf 300 Euro. Letzteres ist auf die sechs Monate zurückzuführen, für die noch keine Vorauszahlung geleistet wurden. Für das betreffende halbe Jahr müssen 50 Prozent der Beiträge für die private Krankenversicherung Berücksichtigung finden.

So viel kann steuerlich geltend gemacht werden

Gegenüber einer regulären Zahlung der PKV-Beiträge können mit dem Vorauszahlungsmodell insgesamt 5.900 Euro mehr bzw. 25.900 Euro abgesetzt werden. Liegt der Grenzsteuerzusatz bei 42 Prozent, ergebe sich laut Steuerberaterin Dagmar Kayser-Passmann mit dem Solidaritätszuschlag eine zusätzliche Ersparnis von über 2.600 Euro gegenüber der jährlichen Zahlung.