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Krankenkasse zahlt für Apple Watch © panthermedia.net / Rolando Da Jose

Krankenkassen ist an einer gesunden Lebensweise ihrer Mitglieder gelegen. In vielen Bereichen greifen Krankenversicherungen gerne für ihre Mitglieder in ihre Bonus-Taschen. Ab sofort bezuschussen jedoch einige Krankenkassen den Erwerb von sogenannten Fitnesstrackern. Da die Apple Watch über ein solches Feature serienmäßig verfügt, haben sich die Verantwortlichen einiger Versicherer dazu entschlossen, das neueste Technikspielzeug ebenfalls zu subventionieren.

Krankenkassen unterstützen ihre Mitglieder finanziell

Bisher fördern die private Deutsche Krankenversicherung (DKV) sowie die gesetzliche Krankenkasse AOK Nordost ihre Mitglieder bei der Anschaffung einer Apple Watch. Je nach Tarif des jeweiligen Mitglieds kann dies ein Betrag von bis zu 50 Euro bedeuten. Dieser könne dann direkt in die Uhr investiert werden. Eine Sprecherin der DKV teilte in diesem Zusammenhang mit, dass der PKV-Anbieter im Jahr 2015 den Kauf einer Smartwatch pro Versicherten und Gerät mit 50 Euro bezuschussen werde. Das aktuelle Angebot beziehe sich auf einige Tarife, die in das „Aktiv-Prämie“-Programm fallen. Abschließend erklärte sie, dass es dabei keine Rolle spiele, wer der Hersteller wäre und wie hoch der Preis des jeweiligen Gerätes tatsächlich ist. Die AOK Nordost gibt ebenfalls einen Förderbetrag von 50 Euro an ihre Versicherten weiter. In jedem zweiten Kalenderjahr erhalten diese einen Zuschuss zu Fitnesstrackern sowie Pulsmessern.

Die TK plant ein Subventionsmodell

Die Techniker Krankenkasse (TK) ist derzeit mit 9,3 Millionen Versicherten Deutschlands größte Krankenkasse. Dort heißt es, dass „bald“ sowohl Smartwatches als auch Fitnesstracker gefördert werden sollen. Die Mitglieder der TK könnten sich entscheiden zwischen einer Geldprämie in Höhe von 90 Euro oder einer „Gesundheitsdividende“. Diese beläuft sich auf maximal 250 Euro pro Jahr. Das Geld sollen die Versicherten schon bald zum Beispiel für die Apple Watch oder Fitnesstracker ausgeben dürfen. Die TK äußerte sich zu dem Vorhaben und bestätigte gleichzeitig, dass die Erweiterung bereits bei der zuständigen Aufsichtsbehörde beantragt sei. Mit einer positiven Zusage werde im Herbst 2015 gerechnet.

Vorbehalte gegen die Gesundheits-Apps

Andere gesetzliche Krankenkassen sowie private Krankenversicherungen ziehen eine Förderung der Apple Watch oder von Trackern bislang offiziell noch nicht in Betracht. Von einigen Versicherern heißt es, dass der Kauf eines Fitnesstrackers noch kein Beitrag für das Einhalten einer gesünderen Lebensweise sei. An dieser Stelle gehen die Meinungen weit auseinander. Fest steht: Datenschützer mahnen vor der Preisgabe der persönlichen Informationen. Wie sich das kontroverse Thema entwickeln wird, bleibt in den kommenden Monaten abzuwarten.