Auslöser für Zusatzversicherung kommt aus privatem Umfeld
Auslöser für Zusatzversicherung kommt aus privatem Umfeld

In einer Online-Befragung wollten die Mitarbeiter des Instituts von mehr als 1.000 Personen vom 18. Lebensjahr an wissen, ob und in welchem Zeitraum sie Interesse am Abschluss einer privaten Zusatzversicherung für den Krankheitsfall oder zur Vorsorge haben. Die Befragung fand im März 2011 statt. Wer zu einem Abschluss bereit ist, hat nach der Definition von YouGovPsychonomics zumindest ab und zu über den Abschluss einer Krankenzusatzversicherung nachgedacht. Zwischen einem neuen Abschluss und einem möglichen Wechsel des Versicherers wurde dabei kein Unterschied gemacht. Die aus der Umfrage ermittelten Zahlen rechnete das Institut hoch und kam zu folgenden Ergebnissen: Im gesamten Bundesgebiet planen rund 130.000 Menschen den Abschluss einer privaten Krankenzusatzversicherung. Die oben definierte Bereitschaft für einen Abschluss wurde für 280.000 Personen berechnet.

Initiative kommt aus dem privaten Bereich

Der Auslöser zum Abschluss einer solchen Versicherung kommt offensichtlich immer öfter aus dem Bekannten- oder Verwandtenkreis. Der Anteil dieser "Verursacher" liegt bei 32 Prozent. Erst danach werden Ärzte oder Zahnärzte genannt, die den Anstoß zu einer zusätzlichen Absicherung gegeben haben. Zum Nachdenken und Handeln kamen viele Versicherungswillige auch durch Krankheitsfälle bei Verwandten und Bekannten. Eher auf den hinteren Plätzen rangieren als Auslöser Info-Seiten im Internet, Berichte im Fernsehen oder Anstöße rund um den Arbeitsplatz. Vergleichsseiten im Internet nannten immerhin noch zehn Prozent der Befragten.

Bevorzugte private Zusatzversicherungen

Vertreter von Versicherungen, Mitarbeiter von Krankenkassen oder die Verbraucherberatung spielen eine eher weniger gewichtige Rolle. Die Werbung, für die sowohl die gesetzlichen Krankenkassen als auch die privaten Krankenversicherungen oftmals ein großes Budget haben, veranlasst die Verbraucher ebenfalls kaum zu einem Versicherungsabschluss. Männer haben der Befragung zufolge ein größeres Interesse an privaten Zusatzversicherungen. Die Teilnehmer der Befragung nannten den Interviewern ihre bevorzugten Krankenversicherungen. In alphabetischer Reihenfolge wurden genannt: Allianz, Axa, Barmenia, Debeka, DEVK, DKV, Gothaer, Huk-Coburg, Huk24 und Signal Iduna. Noch vor zwei Jahren hatten die Anregungen aus dem Freundes- und Bekanntenkreis noch keinen so hohen Stellenwert. Im Jahr 2009 hatten diese Tipps einen Anteil von rund 20 Prozent.

Zahnbehandlung und Sehhilfen vorrangig nachgefragt

Interessiert sind die potentiellen Versicherungsnehmer vor allem an Zusatzversicherungen für Zähne und Zusatzpolicen für Sehhilfen. Fast 70 Prozent wollten zusätzliche Absicherung beim Zahnersatz, 57 Prozent für die Behandlung und den Erhalt der eigenen Zähne. Bei den Brillen gab es zu 53 Prozent Interesse. Als weiterer Bereich wurde die Absicherung bei Zuzahlungen jeder Art genannt.

Auskünfte über Internet und von Versicherungen

Das Informationsverhalten ist nach den Erkenntnissen von YouGovPsychonomics grundsätzlich stabil geblieben. Zwar hat die Häufigkeit der Informationssuche im Internet etwas abgenommen, doch noch immer werden die Internetseiten von privaten Krankenversicherern oder die Vergleichsmöglichkeiten am meisten genutzt. Auch die Krankenkassen und Krankenversicherungen werden zur Information genutzt. Das Marktforschungsinstitut kommt zu dem Schluss, dass sich 31,4 Prozent der Interessierten bei den privaten Krankenversicherungen über Zusatzversicherungen informieren, aber nahezu 34 Prozent besorgen sich ihre Informationen bei den gesetzlichen Krankenassen.