Beitragsgarantie und Beitragserhöhung der PKV im Mai 2013
Beitragsgarantie und Beitragserhöhung der PKV im Mai 2013

Bei den immer wiederkehrenden Meldungen über die Erhöhung der Beiträge in der PKV gehen die positiven Aspekte oft verloren. Dabei sind Beitragserhöhungen nicht immer und überall ein Thema. Auch Garantien und Zusagen über stabile Beiträge sind von einigen Versicherungen abgegeben worden. Allen voran hat die Barmenia Krankenversicherung für einige Tarife stabile Beiträge bis zum Ende des Jahres 2014 zugesichert. Die Axa, die ARAG Krankenversicherung sowie die DKV haben beispielsweise Garantien für das laufende Jahr abgegeben. Hier bleiben die Versicherten zumindest im aktuellen Jahr von weiteren Anhebungen ihrer Prämien verschont. Nach der Erhöhung zum 01. April hat die DKV ihre Zusage bis zum 31. 03. 2014 ausgeweitet. Nach dieser garantierten Ruhezeit geht der Reigen der Erhöhungen bei den privaten Krankenversicherern sicherlich weiter. Vier Unternehmen erhöhen nun allerdings ihre Beiträge zum 01. Mai dieses Jahres.

Erhöhungen durch mehr Kosten  

Die Kunden der Continentale werden durchschnittlich um 0,4 Prozent höhere Beiträge zahlen müssen, die Prämien bei der Halleschen werden im Schnitt um 2,2 Prozent angepasst. Erhöhung zum ersten Mai wird es auch bei der Bayerischen Beamtenkrankenkasse (BBKK) geben, und zwar um rund 2,9 Prozent. Auch die Union Krankenversicherung (UKV) wird es im Durchschnitt Erhöhungen um 3,4 Prozent geben. Begründet werden die Anpassungen mit gestiegenen Kosten. In den Unternehmen werden sowohl einige Tarife der Vollversicherung als auch der Zusatzversicherungen teurer. Es sind zwar nicht alle Tarife betroffen, doch gerade aus diesem Grund kann die Anhebung der Beiträge für einige Versicherte durchaus drastisch ausfallen.

Gegensteuern durch günstigen Tarifwechsel  

Ein Wechsel der privaten Krankenversicherung oder die GKV-Rückkehr ist in vielen Fällen kein guter Ausweg aus der Kostenfalle. Die Altersrückstellungen können nur begrenzt zum neuen Versicherer mitgenommen werden. Dort würde ein Wechsler auch als neuer Kunde gelten. Deshalb sind für einen solchen Antragsteller nur noch die Unisex-Tarife im Angebot, die aber in der Regel teurer als die alten Bisex-Tarife sind. Ein Tarifwechsel innerhalb der eigenen Krankenversicherung bietet dagegen sehr viel bessere Möglichkeiten, auf die Beitragserhöhungen zu reagieren. Jeder Versicherte hat das Recht, in einen günstigeren Tarif zu wechseln. Es besteht für Bestandskunden auch keinerlei Verpflichtung, bei einem Tarifwechsel einen teuren Unisex-Tarif auszuwählen. So können höhere Kosten auf einem moderaten Niveau gehalten oder sogar ganz vermieden werden.

Genaue Kalkulation bei veränderten Bedingungen   

Es gibt noch weitere Möglichkeiten, auf eine Beitragserhöhung zu reagieren. So ist es durchaus möglich, beim Versicherer bestimmte Leistungen auszuschließen. Auch können Versicherte in einem Tarif mit Selbstbehalt ihren Eigenanteil erhöhen. In beiden Fällen aber sollte man sich über die Konsequenzen ganz klar sein. Bei der Erhöhung des Selbstbehaltes müssen die finanziellen Möglichkeiten ausreichen, um bei Krankheit einen höheren igenanteil zu zahlen. Auch bei verringerten Leistungen muss bedacht werden, dass im Fall des Falles alle Kosten für nicht versicherte Leistungen selbst gezahlt werden müssen.

Späte Erhöhung durch großen Arbeitsaufwand    

Die Kritik an den neuen Erhöhung zum 01. Mai ist groß. Bis zum Ende des vergangenen Jahres hätten die Betroffenen noch in einen günstigen Bisex-Tarif eines anderen Unternehmens wechseln können. Dieser Weg ist nun verschlossen, denn neue Kunden können nur Unisex-Tarife abschließen. Die Versicherer wehren die Vermutung ab, man wolle die Kunden auf diese Weise festhalten. Die Erhöhung zu diesem späten Zeitpunkt sei der Tatsache geschuldet, dass die Arbeit an den neuen Unisex-Tarifen sehr aufwändig und zeitraubend gewesen sei.            

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