Berufsunfähigkeitsversicherung für manche Berufe günstiger
Berufsunfähigkeitsversicherung für manche Berufe günstiger © panthermedia.net / Andre Bonn

Mit neuen Bestimmungen führt die Volkswohl-Bund-Versicherung eine noch stärkere Selektion ihrer Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) ein. Einen Vorteil sollen dabei besonders akademische und kaufmännische Berufsgruppen haben, denen bis zu 26 Prozent Vergünstigungen in Aussicht gestellt werden. Auch Selbstständige in Kammerberufen können von Nachversicherungsmöglichkeit ohne neue Gesundheitsfragen profitieren. Gänzlich kritiklos wurden die Veränderungen allerdings nicht aufgenommen.

BU: Neue Einteilung der Berufsgruppen

Die Volkswohl Bund Lebensversicherung a.G. hat schon länger eine Anzahl an Möglichkeiten im Angebot, mit denen Personen die eigene Arbeitskraft absichern können. Bei dem Thema BU-Versicherung unterscheidet das Unternehmen ihre Kunden dabei nach bestimmten Berufsgruppen. Diesen Gruppen fügt die Volkswohl Bund nun neue Selektionsmöglichkeiten für akademische und kaufmännische Berufe hinzu. Betroffene Personen können sich jetzt günstiger gegen die Berufsunfähigkeit versichern und dabei nach Angaben des Unternehmens bis zu 26 Prozent an Beiträgen sparen. Darüber hinaus erhalten selbstständige Kammerberufsgruppen wie Anwälte oder Ärzte die Möglichkeit, ihre Berufsunfähigkeitsrente auf bis zu 4.000 Euro monatlich zu erhöhen, ohne dass neue oder zusätzliche Gesundheitsfragen beantwortet werden müssen.

» Ausführliche Informationen zu BU-Regelungen bei verschiedenen Berufen

Wer frühzeitig vorsorgen möchte, wird zudem mittlerweile ebenfalls bei der Volkswohl Bund belohnt. Auch Studenten profitieren von den neuen Bestimmungen der Versicherung. Ein Student kann sich nun bis zu einer monatlichen Berufsunfähigkeitsrente von 1500 Euro bei der Volkswohl Bund versichern. Bisher lag dieser Wert bei 1250 Euro. Und auch Personen mit einem Pflegeschutzbrief werden bei der Versicherung nun bevorzugt. Sie können direkt eine Berufsunfähigkeitsversicherung abschließen, ohne dass sie im Vorfeld eine erneute Gesundheitsprüfung notwendig wird. Das Angebot gilt allerdings nur für die Laufzeit des Pflegeschutzbriefes.

Kritik an zusätzlichen Unterscheidungen

Die neuen Bestimmungen der Versicherung sorgen allerdings nicht nur für positive Stimmen. Durch die weitere Selektion der Berufsgruppen steigt die Gefahr, dass irgendwann einmal nur noch bestimmte Berufe eine BU abschließen. Besonders gefährdete Berufe könnten dagegen in der Zukunft überhaupt keine Versicherung gegen den Verlust der eigenen Arbeitskraft erhalten. Mit der neuen Selektion ist der Weg in diese Richtung weiter zu beobachten.

Vergleichsweise sichere Berufe wie Akademiker und Kaufmänner können nun noch günstiger Versicherungen abschließen. Bau oder andere Risikoberufe, die eine BU besonders benötigen, dürften dagegen immer größere Probleme bekommen. Hohe Beiträge oder geringere Leistungen scheinen in der Zukunft noch wahrscheinlicher zu werden. Diese Kritik trifft jedoch nicht nur allein die Volkswohl Bund, sondern ist ein generelles Problem vieler Versicherer. Immer mehr Unternehmen treffen bei Berufsunfähigkeitsversicherungen Unterscheidungen zwischen ihren Kunden, vorzugsweise anhand des Berufes.