BKK vor Ort und Dräger & Hanse kündigen Fusion an
BKK vor Ort und Dräger & Hanse kündigen Fusion an

Die Zahl der gesetzlichen Krankenversicherungen in Deutschland sinkt weiter. Nachdem vor kurzem die AOK Brandenburg und die AOK Mecklenburg-Vorpommern zur AOK Nordost verschmolzen sind, kündigen nun die nächsten zwei Krankenkassen ihre Fusion an. Die BKK vor Ort und die Dräger & Hanse BKK wollen sich zum 1. April 2011 zusammenschließen. Bereits am 1. Januar hatte der Verwaltungsrat der Dräger & Hanse BKK der Fusion zugestimmt. Am 19. Januar folgte dann auch die Einwilligung der BKK vor Ort. Beide Krankenkassen warten nun auf die Genehmigung des Bundesversicherungsamtes (BVA). Beide Betriebskrankenkassen haben jetzt schon versichert, dass es keine fusionsbedingten Entlassungen geben wird. Es ist nicht die erste Fusion für die BKK vor Ort. Erst 2010 schloss sich die Betriebskrankenkasse mit der BKK Energie und der BKK Westfalen Lippe zusammen.

Zusatzbeitrag für 2011 und 2012 ausgeschlossen

Die neue Krankenkasse wird rund 770.000 Menschen betreuen und belegt somit Platz fünf der größten Betriebskrankenkassen in Deutschland. Die Vorstände beider Kassen haben sich bereits jetzt darauf geeinigt sowohl 2011 als auch 2012 keinen Zusatzbeitrag zu erheben.

Keine Entlassungen

Die Betriebskrankenkassen haben alle Gerüchte über angebliche Entlassungen zurückgewiesen. Laut Torge Hanemann, Betriebsratsvorsitzender der Dräger & Hanse BKK, gäbe es für alle 230 Mitarbeiter der Krankenkasse eine unbefristete Standortgarantie. Es werden keine fusionsbedingten Kündigungen stattfinden. Veränderungen wird es jedoch in Bezug auf die Lage der Standorte geben. Der Sitz der Dräger & Hanse wird von Rostock nach Bochum übersiedeln und die Hauptverwaltung wird sich künftig nicht mehr in Lübeck, sondern in Bochum befinden. Lübeck bleibe aber Nebenverwaltungssitz, sodass alle 170 Arbeitsplätze dort erhalten bleiben, erklärte Dräger & Hanse-Vorstand Rolf Boddenberg.

Stellung im Wettbewerb verbessern

Die BKK vor Ort und die Dräger & Hanse BKK wollen durch die Fusion ihre Stellung auf dem Krankenkassenmarkt weiter stärken. Zudem soll eine bessere Verhandlungsbasis in Gesprächen mit Vertragspartnern wie Ärzten und Krankenhäusern sowie Arzneilieferanten geschaffen werden.

Bei der Dräger & Hanse ist man überzeugt in der BKK vor Ort einen geeigneten Partner gefunden zu haben, der auf solide Finanzen, ein optimales Leistungsspektrum und erstklassige Beratung setzt. Auch bei der BKK vor Ort ist man sich den Vorteilen der Fusion bewusst. Man baue mit dem Zusammenschluss die Marktposition weiter aus und stehe auch finanziell weiter auf einem gesunden und soliden Fundament, so BKK vor Ort-Vorstand Reinhard Brücker.

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