BVA genehmigt Fusion der BKK vor Ort mit Dräger & Hanse BKK
BVA genehmigt Fusion der BKK vor Ort mit Dräger & Hanse BKK

Bereits am 19. Januar 2011 beschlossen die Verwaltungsräte der BKK vor Ort und der Dräger & Hanse BKK übereinstimmend die Fusion zum 1. April 2011. Auch das Bundesversicherungsamt (BVA) stimmte dieser Vereinigung inzwischen zu. Gemeinsam wird man weiterhin unter dem Namen BKK vor Ort agieren. Für die Versicherten sollen sich daraus direkt keine Änderungen ergeben. Man betonte, dass alle Standorte der Krankenkassen übernommen werden und sogar neue geplant seien. Auch alle Beschäftigten sollen übernommen werden – lediglich der Sitz der Dräger & Hanse BKK in Rostock wird aufgegeben und nach Bochum verlegt. Bei beiden Krankenkassen, die auf ein starkes Serviceangebot setzen, soll es somit nicht zu Einbußen bei der Kundenberatung kommen. Mit rund 770.000 Versicherten, die von 1.500 Beschäftigten an 70 Standorten betreut werden, gehört die neue Krankenkasse nach der Fusion zu den 21 größten gesetzlichen Krankenkassen in Deutschland. Damit erhofft man sich mehr Gewicht bei Verhandlungen mit Vertragspartnern, um bessere Sonderleistungen für die Versichertengemeinschaft zu realisieren, heißt es auf der Homepage der DRÄGER & HANSE BKK.

Vorstände beider Krankenkassen begrüßen Fusion

"Es ist uns gelungen, einen geeigneten Partner zu finden, der genau wie wir auf solide Finanzen, ein optimales Leistungsspektrum und erstklassige Beratung setzt", hieß es vom Vorstand der norddeutschen Krankenkassse, Ralf Boddenberg: "Die Dräger & Hanse BKK bleibt also die finanzstarke Betriebskrankenkasse vor Ort für unsere Versicherten". Auch der Vorstandsvorsitzenden der BKK vor Ort, Reinhard Brücker, blickt der Vereinigung optimistisch entgegen: „Mit dieser Fusion bauen wir unsere Marktposition weiter aus und stehen auch finanziell auf einem ausgesprochen gesunden und solidem Fundament“.

Kein Zusatzbeitrag in 2012 erwartet

Nach eigenen Aussagen waren die Finanzen beider Krankenkassen auch vor der Fusion bereits relativ gut gesichert. "Durch die Zusammenlegung der Ressourcen können wir – auf der Basis der aktuellen gesetzlichen Rahmenbedingungen – davon ausgehen, dass wir auch im Jahr 2012 ohne Zusatzbeitrag auskommen werden.", heißt es von Klaus-Peter Henning, dem alternierenden Verwaltungsratvorsitzenden der BKK vor Ort. Auch Ralf Boddenberg, Vorstand der norddeutschen Dräger & Hanse BKK betonte dies. Zuvor hatten beide Krankenkassen bereits für das Jahr 2011 einen Verzicht auf einen Zusatzbeitrag angekündigt.

Fusionskasse BKK vor Ort

Fusionen stellen für die BKK vor Ort durchaus kein Neuland dar. Die Dräger & Hanse BKK ist seit etwas mehr als einem Jahr die vierte Krankenkasse, mit der die BKK vor Ort eine Fusion vornimmt. Zum 1. Januar 2010 erfolgte die Fusion mit der BKK Deutsche BP Aktiengesellschaft. Am 1. Oktober 2010 vereinigte man sich mit der BKK N-ERGIE und der BKK Westfalen-Lippe. Dabei entfiel sogar der Zusatzbeitrag der letztgenannten Krankenkasse. Der Name BKK vor Ort wurde bei allen Fusionen beibehalten. Nun möchte man also einen gemeinsamen Weg auch mit der Dräger & Hanse BKK beschreiten. "Beide Partner passen zueinander", hieß es von Klaus-Peter Henning. 

Kommentare