Central beendet PKV-Maklervertrieb endgültig
Central beendet PKV-Maklervertrieb endgültig

Mit insgesamt über 1,8 Millionen Versicherten ist die Central Krankenversicherung einer der fünf größten deutschen PKV-Anbieter und zählt außerdem zu den wachstumsstärksten Unternehmen der Branche. Wie nun bestätigt wurde, stellt die zum Generali-Konzern gehörende Krankenversicherung zum Ende des ersten Quartals 2012 ihren Ausschließlichkeits- und Maklervertrieb ein. Ab dem 01. April 2012 schließlich will der Versicherer den Vertrieb komplett auf die “Deutsche Vermögensberatung” (DVAG) übertragen. Diese übernahm bereits in der Vergangenheit den Zweig der Lebens- und Rentenversicherungen der Aachen Münchener Versicherung, ebenfalls ein Vertriebszweig des Generali-Konzerns. Gleichzeitig droht bei der Central eine PKV-Beitragserhöhung mit Steigerungen zwischen zehn und 20 Prozent.

Übertragung des Vertriebs auf DVAG

Bereits in der Vergangenheit wurde häufiger über die geplante Schließung des Außenvertriebs bei der Central Krankenversicherung spekuliert. Nun erfolgte die offizielle Mitteilung des PKV-Unternehmens: Der eigene Vertrieb wird zum 31.03.2012 endgültig eingestellt. Das alleinige Vertriebsrecht erhält in Zukunft die Deutsche Vermögensberatung.

Neuer Fokus auf Krankenzusatzversicherungen

Künftig will die Central stärker auf den Vertrieb von privaten Krankenzusatzversicherungen und Premiumtarifen setzen. Als eine der ersten Versicherer zog sich das Unternehmen bereits aus dem Geschäft mit den Billigtarifen zurück. Hintergrund: Auch wenn das Neukundengeschäft in diesem Bereich lukrativ war, sei die Gewinnspanne zu niedrig und die Risiken gleichzeitig zu hoch. Zudem hat die Central bereits vor einigen Wochen erklärt, dass sie eine Abschaffung des dualen Versicherungssystems in Deutschland nach der nächsten Bundestagswahl für realistisch hält. Setzt sich die Opposition durch, würde die Einführung einer Bürgerversicherung das langfristige Ende der PKV als Krankenvollversicherung einleiten.

2012: Tarifanpassungen möglich

Bisher konnte die Central Krankenversicherung stets durch stabile Beiträge überzeugen. Neben der  bestätigten Umstrukturierung sind nun nach Medienberichten auch Beitragserhöherungen bei einigen Tarifen geplant. Die Anpassungen treffen sowohl die Bestandskunden, als auch die Tarife für Neukunden. Die durchschnittliche Beitragserhöhung belaufe sich demnach zwischen zehn und 20 Prozent.