City BKK: Versicherte von anderen Krankenkassen abgewiesen
City BKK: Versicherte von anderen Krankenkassen abgewiesen

Es war schon lange absehbar, dass früher oder später einige gesetzliche Krankenkassen aufgrund ihrer großen finanziellen Probleme schließen müssen. Trotzdem kam die Schließung der City BKK wie aus dem Nichts. Knapp 170.000 Versicherte müssen sich nun bis zum 14. Juli eine neue Krankenkasse suchen. Eigentlich ist das kein Problem, da alle Krankenkassen gesetzlich dazu verpflichtet sind, neue Mitglieder ohne Einschränkungen aufzunehmen. Doch wie jetzt bekannt wurde, haben vor allem ältere Versicherte der City BKK Schwierigkeiten mit dem Wechsel in eine neue Krankenkasse. Mithilfe von zweifelhaften Ausreden oder Empfehlungen zu anderen Krankenkassen wurden die Senioren offenbar zurückgewiesen oder vertröstet.

Checkliste, was beim Wechsel zu beachten ist

Junge und gesunde Personen bevorzugt

Vor allem die Hanseatische Krankenkasse (HEK) muss sich schon seit längerem den Vorwürfen stellen, nur junge und gesunde Personen versichern zu wollen. Laut Financial Times sei auch die HEK bei den aktuellen Vorfällen wieder ins Visier geraten. Angeblich soll die Krankenkasse versucht haben, zahlreiche Rentner abzuwimmeln.

Genauere Prüfung der Vorwürfe

Wie die Zeitung weiter berichtet, seien die Senioren gebeten worden, ihren Antrag bei einer Betriebskrankenkasse einzureichen. Da auch die City BKK zu den Betriebskrankenkassen gehört, erklärte die HEK den Versicherten, dass eine Versicherung erst nach der Prüfung der Rabattverträge mit gewissen Arzneimittelherstellern möglich ist. Auch ein teures Gutachten zur Pflegestufe wurde als Vorwand genutzt, um die älteren Mitglieder abzuschrecken. Der Fall soll nun etwas genauer geprüft werden.

Auch Vereinigte IKK hat Finanzprobleme

Nach der Bekanntgabe der Schließung der City BKK wurde nun auch bekannt, dass die Vereinigte IKK große Finanzprobleme hat. Derzeit finden Verhandlungen mit anderen Innungskrankenkassen über Finanzhilfen sowie Fusionen statt. Außerdem hätte die Vereinigte IKK immer noch die Möglichkeit, einen Zusatzbeitrag einzuführen. Eine Sprecherin der Krankenkasse betont daher, dass eine Schließung nicht zur Debatte stehe. Die Vereinigte IKK zählt mit 1,7 Millionen Mitgliedern zu den größten gesetzlichen Krankenkassen in Deutschland.