DAK Gesundheit ab April 2012 ohne Zusatzbeitrag
DAK Gesundheit ab April 2012 ohne Zusatzbeitrag

Die Deutsche Angestellten Krankenkasse (DAK) bereitet sich auf die Fusion mit den Betriebskrankenkassen BKK Gesundheit und der BKK Axel Springer vor. Der Zusammenschluss soll den drei Kassen einen Wettbewerbsvorteil verschaffen und mit hunderten Servicestellen und der BKK-Beratung ihre Versicherten zufriedenstellen. Mit rund 6,6 Millionen Versicherten soll die DAK Gesundheit mit Sitz in Hamburg nach der Barmer GEK und der Techniker Krankenkasse (TK) die drittgrößte gesetzliche Krankenkasse werden. Dies wird auch die betroffenen Versicherten munter stimmen, denn auf den bisherigen Zusatzbeitrag aller drei Krankenkassen in Höhe von acht Euro wird mit Sicherheit zum 1. April des kommenden Jahres verzichtet.

Wahl des neuen Vorstands im Januar 2012

Wie DAK-Chef Herbert Rebscher gegenüber der “Ärzte Zeitung” mitteilte, werde der Vorstand der neuen Kasse erst Anfang Januar gewählt. Mit großer Wahrscheinlichkeit aber werde er Vorstandsvorsitzender der neuen DAK Gesundheit. Auch sein bisheriger Vize Claus Moldenhauer behalte vermutlich seinen Posten. Neu hinzu käme Thomas Bodmer, der bisher zusammen mit Udo Sennlaub den Vorstand der BKK Gesundheit bildet. Die BKK Axel Springer mit derzeit lediglich etwa 10.000 Mitgliedern werde dagegen nicht im Vorstand vertreten sein, heißt es weiter.

DAK Gesundheit: Ab April 2012 ohne Zusatzbeitrag

Die drei Krankenkassen wollen mit der Fusion, die “Vorteile der beiden Geschäftsmodelle” verknüpfen, so Rebscher. Das Ergebnis sei ein flächendeckender Service sowie die betriebsbezogene Beratung der Betriebskrankenkassen. Schließlich sei die DAK Gesundheit künftig in bundesweit 850 Servicezentren präsent und zugleich in vielen großen Unternehmen verankert. Momentan erheben noch alle drei Kassen einen Zusatzbeitrag von acht Euro. Damit soll aber bis zum 1. April 2012 Schluss sein. “Damit es keine Missverständnisse gibt: Das haben wir bereits ausgiebig mit der Kassenaufsicht besprochen, versichert Rebscher weiter.

Mögliche Überschüsse in Höhe von 350 Millionen Euro

Der Haushalt der neuen Kasse könne allerdings erst Anfang 2012 eingereicht werden. Die neue Krankenkasse erwarte aber Überschüsse von etwa 350 Millionen Euro für das Jahr 2011. Der Zusammenschluss der drei Kassen war zunächst an den Unstimmigkeiten mit der BKK Gesundheit gescheitert. Noch im Juli 2010 hatten die Gremien der BKK Gesundheit der DAK abgesagt. Man wolle an der Eigenständigkeit festhalten, hieß es damals, ehe es dann doch zur Fusion zur DAK Gesundheit kam.

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