Dioxin in Eiern: Auswirkungen auf die Gesundheit
Dioxin in Eiern: Auswirkungen auf die Gesundheit

In Niedersachsen und Schleswig-Holstein stehen nun die Futtermittelhersteller Harles und Jentzsch in Uetersen sowie der Mischbetrieb Lübbe in Bösel unter Verdacht, ihrem Futter das Dioxin untergemischt zu haben. Am Mittwoch wurden dort Razzien durch die Polizei durchgeführt und Beweismittel  beschlagnahmt. Harles & Jentzsch stellten in eigenen Untersuchungen fest, dass ihr Futter Dioxin enthält. Um den Energiegehalt des Tierfutters in der Massentierhaltung zu erhöhen, werden diesem Fette beigemischt. Von diesem betroffenen Fett wurden aber bereits mehrere hundert Tonnen an die Futtermittelbetriebe in Niedersachen, Nordrhein-Westfalen, Hamburg und Sachsen-Anhalt ausgeliefert. Diese haben wiederum ihr Futter an Landwirtschaftsbetriebe in Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Thüringen, Sachsen und Brandenburg weiterverkauft. Wie das Dioxin in die Futtermittel kam, ist bisher unklar.

Wie kommt das Dioxin in das Tierfutter?

Möglicherweise wurde das Gemisch der Fettsäuren bereits beim Hersteller Prototec verunreinigt oder erst später bei der Produktion des Futterfettes. Die Fette könnten mit Chlor in Verbindung gekommen und zu stark erhitzt worden sein. Hauptquellen für Dioxin sind heute vor allem die Metallindustrie, Kraftwerke und industrielle Feuerungsanlagen sowie die natürlichen Ursachen wie Waldbrände oder Vulkanausbrüche.

Aufnahme von Dioxin durch den Menschen

Überall in der Umwelt kommen Dioxine vor. Vor allem beim Verzehr tierischer Produkte werden sie vom Menschen aufgenommen. Hauptquellen sind dabei Futterpflanzen von belasteten Böden, Meerestiere und Fischmehl. Auch Getreide und Heu können belastet sein. Hühner, Rinder, Schweine und Fische speichern das Dioxin in ihrem Fettgewebe. Daher sollte auf fettiges Fleisch verzichtet und eher auf mageres zurückgegriffen werden. Außerdem kann die Dioxinaufnahme durch fettarme Milch sowie frisches Obst und Gemüse reduziert werden.

Folgen für den Menschen

Panik ist bei diesen Mengen von Dioxin jedoch nicht angebracht. Laut dem Bundesinstitut für Risikobewertung besteht keine Gesundheitsgefahr für den Menschen durch die aktuellen Dioxin-Funde. Bisher wurden nur Folgen des Giftes festgestellt, wenn Tieren in Experimenten sehr hohe Mengen davon zugeführt wurden. Dann erlitten diese schwerwiegende Schäden an der Haut, am Immunsystem oder bekamen sogar Krebs. Auf den Alltag sollte das also nicht übertragen werden. Dioxine kommen überall in der Umwelt vor und sind daher auch bei jedem Menschen wieder zu finden. Normalerweise dürfte die Dioxinbelastung keine Auswirkung auf den Menschen haben, solange sie nicht permanent ansteigt.

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