E.ON BKK schafft Zusatzbeitrag 2011 ab
E.ON BKK schafft Zusatzbeitrag 2011 ab

Wie viele andere gesetzliche Krankenkassen sah sich auch die E.ON Betriebskrankenkasse 2010 mit zu geringen Zuweisungen aus dem Gesundheitsfonds konfrontiert. Für jeden Versicherten erhalten die Krankenkassen einen Pauschalbetrag aus dem Gesundheitsfonds, diese Gelder fließen regelmäßig. Im Rahmen den Risikostrukturausgleichs wird die Versichertenstruktur berücksichtigt und die Zahlungen angepasst, so bekommen die Krankenkassen für chronisch kranke Versicherte mehr Geld. Da diese "Nachzahlungen" meist erst Monate nach dem eigentlichen Finanzbedarf erfolgen, haben manche Krankenkassen keine andere Wahl als die fehlenden Gelder in Form von Zusatzbeiträgen von ihren Mitgliedern einzufordern. Das kann fatale Folgen haben: Viele Versicherte wandern in Kassen ohne Zusatzbeitrag ab, wo sie dieselben Leistungen erhalten.

Keine Abwanderungswelle in der E.ON BKK

Weil die E.ON BKK eine betriebsinterne Krankenkasse ist und die Versicherten sich stärker mit ihrer Betriebskrankenkasse indentifizieren, sind infolge der Zusatzbeiträge jedoch kaum Mitglieder abgewandert. Da die Finanzen sich inzwischen stabilisiert haben, ist auch die Erhebung des Zusatzbeitrags nicht länger nötig und wird zum 1. Juli aufgehoben. Weitere Details gab die Krankenkasse aber bislang nicht bekannt.

Vorreiter der elektronischen Gesundheitskarte

Als erste deutsche Krankenkasse hat die E.ON BKK ihren Mitgliedern einen umfassenden Versicherungsschutz im Ausland ermöglicht, dieser ist in den allgemeinen Beiträgen zur gesetzlichen Krankenversicherung enthalten. Zudem bietet die Kasse ein persönliches Gesundheits- und Informationssystem an, dass wichtige medizinische Daten auf einer Karte speichert und im Notfall für Ärzte und Sanitäter zugänglich macht. Angepasst an den Versicherungsschutz im Ausland stehen diese Informationen in verschiedenen Sprachen bereit. Auch die elektronische Gesundheitskarte der Bundesregierung soll in Zukunft über diese Funktion verfügen.