Nach einem aktuellen Bericht fordern FDP-Politiker Einschränkungen bei der Lohnfortzahlung im Krankheitsfall. Der FDP-Gesundheitsexperte Herr Erwin Lotter, seit 2008 ist er Abgeordneter des Deutschen Bundestages (habe bisher noch nie was von Herrn Lotter gehört, ist wohl eher ein Hinterbänkler), bekräftigt die Forderung in der „Bild“-Zeitung, den vollen Lohnausgleich bei Krankheit einzuschränken. Er ist der Meinung, „Es ist sinnvoll, über die Einführung von Karenztagen nachzudenken. Möglich wäre beispielsweise ein Tag im Jahr“. Karenztage im Krankheitsfall würde bedeutet, dass der erkrankte Arbeitnehmer der sich tatsächlich krankschreiben lässt, für diese “Karenztage keinen Lohn erhält.

In dem gleichen Bericht kam auch der Präsident des Bundesverbands mittelständische Wirtschaft (BVMW), Herr Mario Ohoven, zu Wort. „Ich bin überzeugt, mit der Einführung von zwei Karenztagen, wie es international üblich ist, würde der Krankenstand in Deutschland deutlich sinken.
Viele deutsche Arbeitnehmer ließen sich krankschreiben, auch wenn sie gesund sind, ein solches Handeln würde der Wirtschaft schaden. Die „Bild“-Zeitung berichte in bewährter Manier, dass auch Gesunde auf deren Wunsch hin von einigen Ärzten in Deutschland krankgeschrieben werden. Dies würde auch zu der derzeit hohen Zahl von Krankschreibungen beitragen. Da wird von Schäden von 5-10 MRD € jährlich berichtet, dabei beruft sich die „Bild“-Zeitung auf eine Schätzung des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung. Auch die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) kam zu Wort und sprach, dass es solche Gefälligkeitsatteste nur in Einzelfällen gäbe. Um das klar zu stellen, ich bin der Meinung, wenn es diese Gefälligkeitsatteste auch nur in Einzelfällen gibt, ist das zu verurteilen und wenn möglich juristisch zu verfolgen.

Über die Sinnhaftigkeit von Karenztagen lässt sich streiten, ich finde es z.B. nicht sinnvoll, wenn ein Arbeitnehmer mit einem grippalen Infekt wegen des Einkommensverlustes durch Karenztage zur Arbeit geht und damit die gesamte Belegschaft ansteckt. Irgendwie beschleicht mich bei der FDP ein mulmiges Gefühl, wollen die mit solchen Vorstößen das rettende Ufer erreichen? Ich denke, die FDP sollte sich lieber auf die eigentlichen Geschäftsfelder besinnen, wie z.B. die Freiheit, weniger Bürokratie und Bürgerrechte. Mit solchen unsinnigen Vorschlägen wird das Renommee noch mehr ramponiert. Das was von der FDP in den letzten 12 Monaten abgeliefert wurde und das jetzige Theater in der Führungsriege um Herrn Westerwelle ist durchaus geeignet den Untergang dieser Partei herbeizuführen. Ein Positiv-Beispiel ist meiner Ansicht nach nur noch Herr Dr. Rösler