Erstmals elektronische Überweisung mit eGK getestet
Erstmals elektronische Überweisung mit eGK getestet

Die bundesweite Einführung der elektronischen Gesundheitskarte (eGK) steht unmittelbar bevor.
Skeptiker kritisieren, dass deren Fähigkeiten sich gegenwärtig kaum von denen der bisherigen Krankenversichertenkarte unterscheiden, obwohl sich die Einführung der eGK jahrelang verzögerte. Dennoch ist die Mehrheit der Deutschen offensichtlich dafür, die neue Karte einzuführen. Dies ergab eine repräsentative Umfrage aus dem Monat August. Diese wurde vom Hightech-Verband Bitkom beim Meinungsforschungsinstitut Aris in Auftrag gegeben. Im Rahmen einer aktuellen Befragung im bayerischen Praxisnetz GO IN ging es um regional abgestimmte E-Health-Angebote. Letztere wurden im Allgemeinen befürwortet. Gegenüber einer zentralen Speicherung der Daten zeigten sich die meisten Befragten nicht aufgeschlossen. Die Umfrage bezog sich auf den Testlauf der elektronischen Überweisung in der Region Ingolstadt.

Bessere Effizienz von Arztpraxen angestrebt

Die elektronische Überweisung könnte zukünftig für eine gesteigerte Effizienz von Arztpraxen sorgen. Sie wurde im Rahmen des Cast Workshops „perspeGKtive 2011 – Innovative und sichere Informationstechnologie für das Gesundheitswesen von morgen“ vorgestellt und zusammen mit GO IN in der Region Ingolstadt an der Donau getestet. Laut eigener Angaben gehören dem Praxisnetz 480 Allgemein- und Fachärzte der Region an.

Wie die elektronische Überweisung funktioniert

Bei der Anwendung der neuen eGK erfolgt die Übertragung medizinischer Daten aus der elektronischen Datenverarbeitung der Arztpraxis in ein Überweisungsformular. Dieses ist ebenso elektronisch. Des Weiteren erfolgt eine digitale Signierung dieser Daten, wie die “Ärzte Zeitung” berichtet. Demnach bekommt der Patient im Anschluss eine Freischaltung für die zentrale Plattform für Terminreservierung. Auf Grundlage diverser Auswahlkriterien können hier Termine beim Facharzt reserviert werden. Letzterer aktiviert im Vorfeld die Termine, die frei sind. Durch die Reservierung eines Termins durch den Patienten wird dieser auf elektronischem Wege von Hausarzt zu Facharzt überwiesen. Dies findet verschlüsselt und durch einen zentralen Dienst statt. Zudem wird die elektronische Datenverarbeitung des Facharztes mit den Überweisungsdaten des Patienten gefüttert.

Elektronische Überweisung mit großem Potenzial

Die Ergebnisse des erstmaligen Tests der elektronischen Überweisung zeigen: Die zukünftige Anwendung der elektronischen Gesundheitskarte bietet im Hinblick auf die angestrebte Steigerung der Effizienz in Arztpraxen ein großes Potenzial. Allerdings müssten noch einige Schwierigkeiten aus dem Weg geräumt werden, wie die “Ärzte Zeitung” weiter berichtet. Gegenwärtig stehen beispielsweise noch keine zweckmäßigen Schnittstellen zu Praxisverwaltungssystemen zur Verfügung, wie es heißt.