Finanztest ermittelt beste private Haftpflichtversicherungen
Finanztest ermittelt beste private Haftpflichtversicherungen

Wenn jemand einer anderen Person einen Schaden zufügt, ist er nach dem Gesetz zu Schadenersatz verpflichtet. Dazu gehören Personen-, Sach- und Vermögensschäden. Diese Pflicht ist unbegrenzt. Dies bedeutet, dass jemand, wenn es besonders schlimm kommt, mit seinem gesamten Vermögen sein gesamtes Leben lang zahlen muss. Deswegen ist der Abschluss einer privaten Haftpflichtversicherung besonders wichtig. Diese sollte zum Beispiel bei Mietsachschäden, bei der Aufsicht fremder Hunden oder im Ausland einen Schutz bieten. In der aktuellen Ausgabe der Finanztest wurden 250 Tarife der privaten Haftpflichtversicherung unter die Lupe genommen. Insgesamt waren diese von 72 Versicherungsunternehmen. 73 dieser Tarife konnten besonders gut abschneiden. Testsieger der Haftpflichtversicherung im Überblick

Besonders günstige Tarife

Es gibt nicht nur viele sehr gute Tarife, sondern einige dieser Tarife sind auch besonders preiswert, so das Fazit der Tester. Am günstigsten war der Anbieter aus dem Internet wgv-himmelblau. Dieser schnitt mit ‘sehr gut’ (1,3) ab und kostet im Jahr ab 49 Euro. Die Tarife ‘Classic’ von der Huk24, ‘Komfort’ von der Europa und ‘Classik’ von der Huk-Coburg kosten im Jahr ab 64 Euro. Der ‘Exklusiv-Tarif’ der Signal Iduna ist mit 179 Euro jährlich der teuerste Tarif mit einem sehr guten Ergebnis.

Weitere Testergebnisse

Testsieger wurde der Tarif ‘XXL’ von der Interrisk. Dieser bietet den Versicherten besonders viele Zusatzleistungen, kostet abhängig von der Versicherungssumme aber zwischen 109 und 129 Euro im Jahr. Anbieter wie Direct Line oder Docura erfüllen mit keinem ihrer Tarife die Mindestanforderungen der Stiftung Warentest an eine private Haftpflichtversicherung.

Kritik an der privaten Haftpflichtversicherung

Finanztest warnt aber davor, dass die Haftpflichtversicherer nicht in allen Situationen zahlen, denn man ist damit nicht allumfassend versichert. Bei Schäden, die im Zusammenhang mit einem motorisierten Fahrzeug entstehen, weigern sich private Haftpflichtversicherungen oft die Kosten zu übernehmen und schieben dies auf die Kfz-Haftpflichtversicherungen. Die private Haftpflichtversicherung muss nur dann zahlen, wenn jemand für einen Schaden im rechtlichen Sinne haftbar gemacht werden kann.

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