Gemeinsame BKK: Krankenkassen Insolvenz droht
Gemeinsame BKK: Krankenkassen Insolvenz droht

Die Gemeinsame Betriebskrankenkasse Köln (GBK) hatte in der vergangenen Woche dem Bundesversicherungsamt eine drohende Zahlungsunfähigkeit gemeldet. Sie ist damit bereits die dritte Betriebskrankenkasse mit Zahlungsschwierigkeiten innerhalb kürzester Zeit. Zuvor war bekannt geworden, dass auch der City BKK und vermutlich der BKK für Heilberufe die Insolvenz droht. Der Vorsitzende der GBK, Helmut Wasserfuhr, bestreitet die Konkurs-Gerüchte. Die GBK sei jederzeit zahlungsfähig und hätte bis Ende des Jahres einen Liquiditätsplan. Momentan plane man eine Fusion sagte Wassermann. Die Gespräche stünden jedoch erst am Anfang.

Drohende Zahlungsunfähigkeit für 2010

Eine Sprecherin des BKK- Bundesverbandes bestätigte gegenüber der Financial Times Deutschland, dass die Kölner Betriebskrankenkasse am Ende der vergangenen Woche dem Bundesversicherungsamt mitgeteilt hatte, dass ihr eine finanzielle Notlage drohe. Die Krankenkassen sind verpflichtet dem Bundesversicherungsamt unverzüglich bevorstehende Liquiditätsprobleme zu melden, sonst droht ein Verfahren wegen Insolvenzverschleppung. Seit der Einführung des Gesundheitsfonds am 01. Januar 2009 sind auch gesetzliche Krankenversicherungen insolvenzfähig.

Vorstand dementiert Insolvenz-Gefährdung

Der Vorstand der GBK, Helmut Wasserfuhr, dementierte die Gerüchte einer drohenden Insolvenz. Man habe einen stabilen Finanzplan für 2010 und sei jederzeit zahlungsfähig, erklärte Wasserfuhr. Die GBK habe dem Bundesversicherungsamt gemeldet, dass das Vermögen der Krankenkasse in Bezug auf das nächste Jahr leicht in ein Defizit gerate. Momentan würde die GBK mit anderen Betriebskrankenkassen über eine mögliche Fusion diskutieren. Die Gespräche stünden dabei aber noch am Anfang, sagte Helmut Wasserfuhr. Die Gemeinsame Betriebskrankenkasse Köln ist mit etwa 33.000 Versicherten eine verhältnismäßig kleine Krankenkasse. Seit dem 01. Januar 2010 erhebt die GBK den höchstmöglichen Zusatzbeitrag von einem Prozent des Bruttoeinkommens jedes Versicherten.