IKK classic plant für 2011 keinen Zusatzbeitrag
IKK classic plant für 2011 keinen Zusatzbeitrag

Gute Nachrichten für die Versicherten der IKK classic: Die Innungskrankenkasse hat erklärt, dass sie für 2011 einen Zusatzbeitrag ausschließen kann, sofern die Bundesregierung ihre Sparpläne in die Tat umsetzt. Grund für diese Bekanntmachung ist die aktuelle positive Finanzlage der Innungskrankenkasse. Allein im Zeitraum von Januar bis Juli dieses Jahres konnte die IKK classic einen Mitgliederzuwachs von mehr als 37.000 Versicherten verzeichnen. Insgesamt hat die Krankenkasse für diese Versicherungsnehmer rund 1,8 Milliarden Euro aufgewendet. Dabei konnte die Innungskrankenkasse eine Steigerung der Ausgaben in allen Bereichen registrieren. Das betraf besonders ambulante Behandlungen, den Arzneimittelbereich und Krankenhausbehandlungen. Hier erhöhten sich die Ausgaben um bis zu 12,5 Prozent. Die meisten Kosten verursachten stationäre Aufenthalte. Dafür wendete die IKK classic im ersten Halbjahr fast 600 Millionen Euro auf.

Mehr Ausgaben für Leistungen

Wie die IKK classic mitteilte, wendete die größte Innungskrankenkasse Deutschlands in den ersten sechs Monaten 2010 insgesamt etwa 1,75 Milliarden Euro für die medizinischen Leistungen ihrer Versicherten auf. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum stellt dies eine Steigerung von etwa neun Prozent dar. Insgesamt betrugen die Ausgaben für ambulante Behandlungen rund 339 Millionen Euro, das entspricht einem Plus von 12,5 Prozent im Vergleich zu 2009. Ebenso die Ausgaben für Arzneimittel sind gestiegen. Die Innungskrankenkasse wendete mit 347 Millionen Euro in den ersten zwei Quartalen dieses Jahres für Medikamente etwa 3,8 Prozent mehr auf, als noch im vergangenen Jahr. Der größte Kostenfaktor der Krankenkasse stellten Behandlungen in Krankenhäusern dar. Hierfür zahlte die Innungskrankenkasse mehr als 591 Millionen Euro. 2009 waren es 7,2 Prozent weniger.

2011 voraussichtlich kein Zusatzbeitrag

Trotz der steigenden Ausgaben gibt sich die Innungskrankenkasse gelassen: Das Verhältnis von Einnahmen und Ausgaben im ersten Halbjahr 2010 entspreche weitgehend der Haushaltsplanung, so der Vorstandsvorsitzender der IKK classic, Gerd Ludwig. Im internen Rating des Spitzenverbands der gesetzlichen Krankenversicherung wäre die Finanzsituation der IKK classic mit dem Prädikat „unbedenklich“ versehen worden, so Ludwig. Zudem betonte der Vorstandsvorsitzende, dass die IKK classic für das Jahr 2011 keine Zusatzbeiträge vorsehen würde. Voraussetzung dafür sei allerdings, dass die vom Bundesgesundheitsminister geplante Maßnahmen zur Gesundheitsreform wie angekündigt umgesetzt werden.

Mitgliederzahl gewachsen

Der Aufwärtstrend der IKK classic zeichnet sich auch in den Mitgliederzahlen der Krankenkasse ab. Allein im ersten Halbjahr 2010 konnte die gesetzliche Krankenkasse einen Mitgliederzuwachs von 37.500 Versicherten verzeichnen. Aktuell betreut die IKK classic mit rund 3.000 Mitarbeitern insgesamt etwa 1,9 Millionen Versicherte in über 180 Geschäftsstellen. Zudem kann die Innungskrankenkasse in diesem Jahr auf ein Haushaltsvolumen von circa 3,6 Milliarden Euro zurückgreifen