Auch 2014 werden die Beiträge zur privaten Krankenversicherung erhöht
Auch 2014 werden die Beiträge zur privaten Krankenversicherung erhöht

Es ist wieder so weit: In den nächsten Wochen werden die Kunden der privaten Krankenversicherung (PKV) unangenehme Nachrichten erhalten. Der Postbote wird mit den Informationsbriefen bei etlichen Kunden der PKV für Unmut sorgen, denn zum Jahreswechsel erhöhen einige Versicherer ihre Beiträge.

Zunächst aber eine gute Nachricht: Für die meisten Versicherten der PKV bleiben die Beiträge stabil. Einige Versicherungen konnten sogar ihre Prämien leicht senken. Doch es wird auf jeden Fall Veränderungen geben. Die Versicherer werden nicht nur ihre Beiträge anheben, sondern auch die Selbstbehalte können sich ändern. Das kann eine versteckte Beitragserhöhung bedeuten, denn ein größerer Selbstbehalt geht natürlich mit höheren Kosten einher. Weiter werden die Kunden über Änderungen in den Versicherungsbedingungen informiert. Insgesamt haben bereits neun Versicherer Beitragsanpassungen in einigen Tarifen angekündigt. Betroffen sind dabei nicht nur Tarife zur Vollversicherung. Auch bei Zusatzpolicen müssen neue Kunden tiefer in die Tasche greifen.

LKH erhöht Beiträge und Selbstbehalte

Die Kunden der Landeskrankenhilfe (LKH) werden mit höheren Beiträgen rechnen müssen. Vor allem sind die Männer mit ambulanten Tarifen betroffen. Weiter werden einige Tarife zur stationären Behandlung erhöht. Die LKH passt zusätzlich in einigen Tarifen die Selbstbehalte an. Damit wird der Anteil der Kosten festgelegt, den die Versicherten für medizinische Behandlungen selbst tragen müssen. Der Versicherer zahlt erst dann, wenn die Höhe der Kosten diesen festgelegten Betrag überschreitet. Je höher der Selbstbehalt, um so höher wird die Belastung für die Versicherten.

Anhebung der Zahntarife

Frauen und Kinder werden bei der LKH aber ebenfalls nicht verschont. Hier wird die Erhöhung vor allem für Frauen durchgeführt, die Policen zum Krankentagegeld und Pflegetagegeld abgeschlossen haben. Für Kinder und Jugendliche werden vorrangig die Zahntarife teurer. Nicht nur die LKH wird zumindest für einige ihrer Tarife die Beiträge erhöhen. Die Bestandskunden der Nürnberger und der AXA werden sich mit Beitragsanpassungen beschäftigen müssen.

ARAG garantiert stabile Beiträge

Die ARAG Krankenversicherung will mit gutem Beispiel vorangehen. Für eine ganze Reihe von Tarifen hat die ARAG bereits eine Stabilitätsgarantie abgegeben. Mindestens bis zum Januar 2015 werden die Versicherten in bestimmten Tarifen von Erhöhungen verschont bleiben. Das gilt beispielsweise für ambulante Tarife und einige Beihilfetarife. Auch die Versicherten in bestimmten Zusatz- und Krankentagegeldtarifen bleiben von höheren Kosten verschont. Doch bei der ARAG gibt es nicht nur positive Entwicklungen. Für Kinder und Jugendliche werden die Beiträge in der Krankenvollversicherung erhöht werden.

Einsparung durch Tarifwechsel

Wie sollten Betroffene nun reagieren, wenn die Briefe mit den unangenehmen Inhalten ins Haus flattern? Wenn Beiträge erhöht werden, hat jeder Versicherte ein Sonderkündigungsrecht. Der Weg zu einer anderen Krankenversicherung ist aber nicht immer die beste Reaktion. Zuvor sollte die Möglichkeit eines Tarifwechsels in Betracht gezogen werden. Diese Möglichkeit steht jedem Versicherten offen und bietet in vielen Fällen gute Möglichkeiten zur Reduktion der Kosten. Sicher gibt es weitere Optionen, wenn höhere Kosten vermieden werden sollen. So können Leistungen ausgeschlossen oder auch der Selbstbehalt erhöht werden. Doch bei solchen Einsparungen ist Vorsicht geboten. Im Fall des Falles können die Krankheitskosten sehr hoch werden und zu einer erheblichen Belastung führen.