PKV-Tarife: Gothaer plant Beitragserhöhung ab 2012
PKV-Tarife: Gothaer plant Beitragserhöhung ab 2012

Die stetig steigenden Ausgaben im Gesundheitswesen sowie der kontinuierlich fortschreitende demografische Wandel dienen den insgesamt 46 PKV-Unternehmen, aber auch in der gesetzlichen Krankenversicherung häufig als Begründung, Beiträge anzuheben. Von Beitragssteigerungen zum Jahreswechsel 2011/2012 wird auch in Bezug auf die Gothaer Krankenversicherung berichtet: Mit Wirkung zum 01.01.2012 sollen die Beiträge für zahlreiche Tarife angepasst werden. Im Schnitt liege die Steigerung für Männer bei etwa zehn und bei Frauen bei rund acht Prozent, heißt es. Bereits im vergangenen Jahr mussten die Versicherten des PKV-Unternehmens Beitragserhöhungen von bis zu 40 Prozent bei den Männern und bis zu 25 Prozent bei den Frauen hinnehmen.

PKV: Stetige Anpassung der Prämien

Anders als bei der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) ist es Versicherern in der privaten Krankenversicherung gesetzlich untersagt, die vertraglich vereinbarten Leistungen zu reduzieren. Daher müssen die Prämien von Zeit zu Zeit angepasst werden. Aufgrund unterschiedlicher Gefahrenzuschläge und Bemessungsgrundlagen werden hierbei bei Männern und Frauen unterschiedliche Beiträge angesetzt, zumindest solange die obligatorischen Unisex-Tarife noch nicht eingeführt sind.

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Betroffene PKV-Tarife

Der medizinisch-technische Fortschritt, die steigenden Gesundheitskosten sowie die voranschreitende demografische Alterung machen es den PKV-Anbietern nicht leicht, das Beitragsniveau stabil zu halten. Im Falle der Gothaer Krankenversicheung sollen sich die geplanten Beitragserhöhungen insbesondere auf den Bereich der Großschadentarife beziehen. Diese sind meist mit einer hohen Selbstbeteiligung je Versicherungsjahr gekennzeichnet. Hier könnten die Beitragserhöhungen wohl bei rund 16 Prozent für männliche Versicherte und 18 Prozent für Frauen liegen.

Sonderkündigungsrecht bei Beitragserhöhungen

PKV-Versicherte, die von einer Beitragserhöhung betroffen sind, können sich entweder für einen anderen Tarif entscheiden oder in letzter Konsequenz komplett zu einer anderen privaten Krankenversicherung wechseln. Im Falle einer Beitragsanpassung gilt das Sonderkündigungsrecht für Versicherte, das heißt eine Kündigung ist auch außerhalb der üblichen Kündigungsfristen zulässig und ein Wechsel sofort möglich. Der Wechsel zu einem anderen Anbieter kann jedoch auch Nachteile für den Versicherten bedeuten: Die angesparten Altersrückstellungen können teilweise verloren gehen und es kann eine erneute Gesundheitsprüfung notwendig werden.