Testsieger der PKV gekührt
Testsieger der PKV gekührt © panthermedia.net / Karsten Ehlers

Die Zeitschrift Focus Money hat in Zusammenarbeit mit dem Analysehaus Franke und Bornberg die besten privaten Krankenversicherungen für eine gute Absicherung im Krankheitsfall untersucht. Wichtige Punkte waren neben der Beitragshöhe auch die Bonität des Versicherers. Die Bewertung erfolgte nach zuvor genau festgelegten Kriterien. Wie auf der Internetpräsenz von Focus zu lesen ist, waren die Testsieger Policen von Allianz und Debeka.

Die besten PKV im Detail

Laut Franke und Bornberg bieten derzeit die Allianz (AktiMedPlus90P und AktiMed WechselOption) und die Debeka einen guten und ausgewogenen Schutz. Im Test 2014 war es noch die R+V Versicherung. Die Allianz zahlt ärztliche Leistungen, Schutzimpfungen, Vorsorgeuntersuchung und Transport. Die Gesellschaft begleicht 90 Prozent der Kosten bis zu einer Selbstbeteiligung von 500 Euro. Wenn die Kosten diesen Betrag übersteigen, zahlt die Allianz die gesamte Rechnung. Die Debeka hat die gleichen Bedingungen, doch hier beträgt die maximale Selbstbeteiligung nur 400 Euro. Bei der Allianz ist außerdem zu beachten, dass der Patient zunächst zum Hausarzt muss. Versäumt er das, bekommt er nur 80 Prozent erstattet.

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Bei der Unterbringung im Krankenhaus bezahlt die Debeka 100 Prozent. Eingeschlossen sind dabei ein Zwei-Bett-Zimmer und die Chefarztbehandlung. Die Konditionen der Allianz sind ein wenig schlechter, denn diese zahlt zunächst 90 Prozent der Kosten, erst wenn diese wiederum den Betrag von 500 Euro übersteigen, bezahlt sie den gesamten Betrag.

Bei der Zahnarztbehandlung zahlt die Debeka 70 Prozent der Kosten, die Allianz nur 65 %. Ab einer Selbstbeteiligung von 500 Euro bekommt der Patient von der Allianz 75 Prozent. Bei einer normalen Zahnbehandlung oder einer Prophylaxe bezahlt Debeka nach der Selbstbeteiligung sogar 90 Prozent.

Die wichtigsten Kriterien für den Test

Ein wichtiger Punkt ist die Höhe des Beitrages und die Sicherheit der Einlagen. Damit eine Krankenversicherung zahlungsfähig bleibt, wird diese regelmäßig von der Finanzaufsicht BaFin überprüft. Als Kriterium gilt die Solvabilitätsquote, die das Verhältnis von Eigenmitteln zu Verpflichtungen ausdrückt. Franke und Bornberg nahmen die Versicherer in den drei Bereichen ambulante Behandlung, stationäre Behandlung und Zahnleistungen unter die Lupe. Bei den ambulanten Leistungen untersuchen die Fachleute nicht nur die üblichen Leistungen, sondern Angebote, die darüber hinausgehen, wie zum Beispiel die Behandlung durch einen Heilpraktiker oder spezielle Therapien (etwa Homöopathie). Bei den stationären Leistungen ging es den Testern in erster Linie darum, ob die Patienten sich das Krankenhaus und den behandelten Arzt aussuchen können. Die größten Unterschiede existieren bei der Zahnarztbehandlung. Bei den meisten Versicherern sind vor allem in den Anfangsjahren der Versicherung die Beträge gedeckelt. Ein wichtiges Kriterium war deshalb die Erstattung in den ersten Versicherungsjahren.

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