Private Krankenversicherung: Wechsel bis zum 30. September
Private Krankenversicherung: Wechsel bis zum 30. September

Bis zum 30. September 2013 muss die Kündigung beim Versicherer auf dem Tisch liegen. Nur dann ist ein Wechsel zum 01. Januar 2014 möglich. Wenn der Versicherte diese Frist versäumt, so ist ein Wechsel in vielen Fällen erst im kommenden Jahr erlaubt. Die Basis für derartige Fristen ist bei den meisten Anbietern das Kalenderjahr, also der Zeitraum vom 01. Januar bis zum 31. Dezember eines Jahres. Doch es ist ebenfalls möglich, dass sich die Versicherung bei der Bestimmung der Fristen auf das Versicherungsjahr bezieht. Dieses Jahr endet 12 Monate nach dem Beginn des Vertrages. Die genauen Bedingungen sind in den Konditionen eines PKV-Vertrages festgehalten. Ein Wechsel kann viele Facetten haben, und Information und Unterstützung sind in jedem Fall hilfreich.

Neue Versicherung ist nicht immer erste Wahl

Ein Wechsel des Anbieters ist innerhalb der Fristen immer möglich. Jedoch muss dieser Schritt sehr genau bedacht werden. Auch wenn vielleicht geringere Beiträge oder besserer Service sehr verlockend sind, so hat ein Wechsel der Versicherung auch Nachteile. Der neue Versicherer wird in jedem Fall eine erneute Gesundheitsprüfung durchführen wollen. Das könnte Risikozuschläge oder Ausschlüsse bedeuten. Zudem dürfen die bereits angesparten Altersrückstellungen nicht zum neuen Versicherer mitgenommen werden. Also ist hier Vorsicht geboten, denn ein solcher Schritt rentiert sich eigentlich nur für Versicherte, die noch nicht lange bei einer Versicherung sind und über eine gute Gesundheit verfügen.

Die gute Wahl – Unisex-Tarife

Eine Alternative zum bestehenden Tarif sind die neuen Unisex-Tarife, die seit dem 21. 12. 2012 auf dem Markt sind. Sie müssen nach einem Urteil des Europäischen Gerichtshofes gleiche Bedingungen für Männer und Frauen bieten. Wer noch nicht nicht zu den geschlechtsneutralen Tarifen gewechselt ist, der kann das nun nachholen. Im Vorfeld gab es viel Ärger um die Unisex-Tarife, denn die Unternehmen der PKV fürchteten großen Aufwand und hohe Kosten. Doch nach Aussagen von Experten hat die Branche die Gelegenheit genutzt und ihre Tarife überarbeitet. Es gab zwar in einigen Bereichen höhere Kosten, doch im Gegenzug wurden auch die Leistungen verbessert. So wurden Mindestkriterien umgesetzt, die Transparenz der Tarife und Leistungen wurde erhöht.

Geschlossene Tarife sind ungünstig

Der Wechsel in einen Unisex-Tarif ist auch aus einem weiteren Grund interessant. Die alten Bisex-Tarife könnten auf lange Sicht immer teurer werden. Neue Kunden dürfen einen alten Tarif nicht wählen. Die Versicherten im alten Tarif werden immer älter, die Krankheitskosten steigen. Der Wechsel in eine Unisex-Tarif kann also hilfreich sein, denn hier garantiert der Zustrom von neuen Kunden eine relativ stabile Beitragslage. Ist die Entscheidung für einen Unisex-Tarif einmal gefallen, so ist die Rückkehr zu den Bisex-Tarifen nicht mehr möglich.

Tarifwechsel für langjährige PKV-Mitglieder

Wer schon lange Jahre Mitglied einer privaten Krankenversicherung ist, sollte sich besser im angestammten Unternehmen nach einem passenden Tarif umsehen. Es ist durchaus möglich, sehr viel Geld einzusparen. Für diesen Kundenkreis ist ein Wechsel des Anbieters weniger günstig. Wenn noch ein Tarif nach altem Muster besteht, ist der Wechsel zu einem Unisex-Tarif möglich. Wichtig ist auch, dass die Altersrückstellungen erhalten bleiben und so für eine relative Stabilität der Beiträge im Alter sorgen. 

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