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Beitragsbemessungsgrenze und andere Rechengrößen steigen © panthermedia.net / Monika Schüll

Ab dem 1. Januar 2016 erhöhen sich die Sozialversicherungswerte. Die Beitragsbemessungsgrenze sowie die Versicherungspflichtgrenze für Versicherte steigen. Im Oktober 2015 soll im Bundeskabinett über die Rechengrößen-Verordnung abgestimmt werden. Änderungen sind jedoch nicht zu erwarten. Die Rechengrößen zur Sozialversicherung werden vom Bundesarbeitsministerium jährlich anhand der Entwicklung der Gehälter vom Vorjahr angepasst.

Für Gutverdienende werden die Beiträge 2016 für die gesetzliche Krankenkasse in der Konsequenz steigen. Die Beitragsbemessungsgrenze der Krankenversicherung ist ein Instrument, mit dem die Beiträge für die Krankenkassen gedeckelt werden. Das bedeutet, dass Einkommen, die über dieser festgelegten Grenze liegen, bei der Beitragsermittlung unberücksichtigt bleiben. Sie wird von 4.125 Euro im Monat (2015) auf 4.237,50 Euro im Monat (2016) angehoben. Ebenso verhält es sich bei der Pflegeversicherung. In der Rentenversicherung steigt sie in Ost und West unterschiedlich: Im Osten auf 5.400 Euro monatlich und im Westen auf 6.200 Euro monatlich. Damit erhöhen sich die Lohnnebenkosten. Der maximale Arbeitnehmeranteil mit einem Anspruch auf Krankentagegeld steigt für das kommende Jahr auf 309,34 Euro. Der Arbeitgeber trägt den anderen Anteil in gleicher Höhe.

Versicherungspflicht und Wechsel in die PKV

In der privaten Krankenkasse ist die Höhe der Versicherungspflichtgrenze entscheidend. Liegt das Einkommen eines Angestellten über dieser Einkommensgrenze, so kann er in die private Krankenversicherung wechseln. 2015 liegt diese Begrenzung bei 4.575 Euro im Monat, 2016 dann 4.687,50 Euro (Anstieg von 54.900 Euro jährlich auf 56.250 Euro jährlich). Auch die Versicherungspflichtgrenze richtet sich nach der Entwicklung des Einkommens im Vorjahr. Die gesetzliche Pflichtversicherung endet Ende 2015 also für Arbeitnehmer, deren Jahresentgelt die Grenze für 2015 überschritten hat und im Folgejahr ebenfalls überschreiten wird.

Bundesministerium kritisiert Höhe der Zusatzbeiträge

Wie sich der Krankenkassenbeitragssatz 2016 entwickeln wird, ist noch unklar. Der allgemein gültige Sockelbeitragssatz von 14,6 Prozent bleibt voraussichtlich stabil. Doch Versicherte sollten mit steigenden einkommensabhängigen Zusatzbeiträgen der Krankenkassen rechnen. Zwar ist es bisher noch unklar, ob und wie hoch die Beiträge steigen werden, doch das Bundesministerium für Gesundheit kritisiert, die Kassen hätten ihre Zusatzbeiträge bisher schon zu niedrig angesetzt und müssten daher etwas daran ändern.