Sechs Bestnoten für die private Krankenversicherung
Sechs Bestnoten für die private Krankenversicherung

Zum 13. Mal hat der map-Report das Rating der privaten Krankenversicherung durchgeführt. Die Bewertung der teilnehmenden Unternehmen findet anhand verschiedener Kriterien statt, aus denen dann ein abschließendes Gesamturteil zusammengesetzt wird. Die Bewertung bezieht sich auf drei Teilgebiete, und zwar für die Bereiche Bilanz, Service und Vertrag. Für den Bilanzbereich werden zum Beispiel Nettorendite und Solvabilität, also die Ausstattung mit Eigenmitteln beurteilt. Auch die RfB-Quote, die den Umfang des zurückgestellten Kapitals umreißt, und die Quote der Verwaltungskosten werden bewertet. Im Bereich Service bezogen sich die Tester auf Stornos, Beschwerden und das Gesundheitsmanagement. Nicht zuletzt werden die Verträge und die Entwicklung der Beiträge in unterschiedlichen Kombinationen unter die Lupe genommen. Sowohl Voll- als auch Zusatzversicherungen, neue und bestehende Verträge, Verträge für Beamte und Angestellte wurden betrachtet.

Viele Kunden schauen auf PKV-Testsieger

Wie in anderen Bereichen auch, werden PKV-Tests für viele Kunden bei der Wahl der passenden Krankenversicherung ein immer wichtigeres Auswahlkritierium. Neben speziellen Unternehmensrankings wie dem map-report ist vor allem Finanztest eine wichtige Quelle für aktuelle Testberichte. Insbesondere Neukunden sollten daher prüfen, welche private Krankenversicherung im Test gut abschneidet.

Moderate durchschnittliche Beitragsentwicklung

Obwohl die Zahlen der Vorjahre aufgrund leicht unterschiedlicher Testmethoden nicht ganz vergleichbar sind, macht Chefredakteur Manfred Poweleit klar, dass kein Unternehmen weniger Punkte als im Vorjahr erhalten habe. Als recht erstaunliche Aussage des map-Reportes kann man ansehen, dass die durchschnittliche Beitragssteigerung bei privaten Krankenversicherungen für Angestellte mit nur 7,83 Prozent angegeben wurde. Das ist eine recht schwache Steigerung. Bei fünf der Gesellschaften blieben die Beiträge sogar stabil oder konnten sogar gesenkt werden. Auch die Anhebung der Beiträge im Zeitraum zwischen 2000 und 2012 ist nach den Ergebnissen des map-Reports mit durchschnittlich 4,1 Prozent recht erträglich geblieben. Man könne feststellen, dass solche Zahlen durchaus mit der Entwicklung in der gesetzlichen Krankenversicherung vergleichbar sind, so der Report.

Sieger im Vorjahr und im laufenden Jahr

Der Testsieger Debeka konnte sich wie bereits im vergangenen Jahr über die Bestnote „mmm“ freuen. Auf dem zweiten Platz steht der Deutsche Ring, die R+V Versicherung belegte den dritten Platz. Obwohl es immer noch viele PKV-Unternehmen gibt, die ihre Daten nicht für das Rating zur Verfügung stellen, so bleibt doch die Aussagekraft der Ergebnisse bestehen. Als Argument für die Verweigerung wird oft die Analyse der Bestandsbeiträge angeführt. Es sieht so aus, als ob gerade die Versicherer mit sehr starken Beitragserhöhungen oder auch geschlossenen Tarifen sich der Bewertung entziehen. Die Ergebnisse des Map-Reports, sowie die Ergebnisse anderen Testinstitute der vergangenen Jahre sind zusammengefasst unter aktuelle Testsieger in der privaten Krankenversicherung.

Mehr als die Hälfte der PKV nimmt teil

Nicht alle PKV-Unternehmen nehmen an der Bewertung durch den map-Report teil. Im vergangenen Jahr hatte sich die Allianz zum ersten Mal der Bewertung durch den Report unterzogen. In diesem Jahr gab es zwei neue Teilnehmer: Der Deutsche Ring und die Mecklenburgische waren erstmals bei den Beurteilungen dabei. Mit den Neuzugängen wurden 18 private Krankenversicherungen bewertet, die rund 60 Prozent des Marktes darstellen. Das Rating wurde leicht verändert. Bei der Bilanz wurde die Schadensquote herausgenommen, beim Service dagegen wurde die Beschwerdequote beim PKV-Ombudsmann einbezogen.

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