Securvita BKK: BVA Schuld an Problemen der City BKK-Mitglieder
Securvita BKK: BVA Schuld an Problemen der City BKK-Mitglieder

Nachdem Anfang Mai die Schließung der bankrotten City BKK bekannt gegeben worden war, wurde den insgesamt 168.000 Versicherten der Betriebskrankenkasse ein lückenloser Versicherungsschutz garantiert. Doch einige Krankenkassen weigern sich die überwiegend älteren und kranken Mitglieder der City BKK aufzunehmen. Die Securvita BKK macht dafür vor allem das Bundesversicherungsamt (BVA) als oberste Aufsichtsbehörde der meisten gesetzlichen Krankenkassen verantwortlich: "Die Schuld an dem Desaster trägt das Bundesversicherungsamt”, heißt es in einer aktuellen Pressemitteilung. Schon seit längerem kritisiert die innovative Betriebskrankenkasse die Arbeit der Behörde. Der Vorstandsvorsitzende des BVA Dr. Maximilian Gaßner weist hingegen alle Vorwürfe der Krankenkasse zurück und bekräftigt: “Die Securvita BKK verkennt die Aufgaben des Bundesversicherungsamtes.”

Skandalöser Umgang mit City BKK Mitgliedern

In den Augen von Dr. Ellis Huber, Vorstandsvorsitzender der Securvita BKK, müsse mit dem unwürdigen Umgang der City BKK-Mitglieder umgehend Schluss sein. Alle Versicherten, die sich nicht länger von "unsozialen Krankenkassen herumschupsen lassen wollen", werden eingeladen, sofort und reibungslos zur Securvita Krankenkasse zu wechseln. Zudem gebe es keine Anzeichen dafür, dass Krankenkassen wie Barmer GEK, HEK und bestimmte AOK den skandalösen Umgang mit vorwiegend älteren Versicherten abstellen, stellt Huber weiter fest.

Securvita BKK: BVA trägt Verantwortung

Für die prekäre Situation sei nach Ansicht Hubers insbesondere das Bundesversicherungsamt verantwortlich. Das BVA verteilt über 170 Milliarden Euro jährlich an die Krankenkassen und regelt den Gesundheitsfonds. Das Bonner Amt habe die Probleme der City BKK kommen sehen und es offenen Auges versäumt, einen geregelten Ablauf zu organisieren und die Verwaltung zu vereinfachen, konstatiert Huber. “Das BVA verhöhnt die Gefühle der Menschen und treibt die Betroffenen in ein Dilemma”, heißt es weiter. Der Securvita-Vorstand fordert die Bonner Behörde daher auf, sofort zu handeln und allen Krankenkassen schnellstmöglich die erhöhten Zuweisungen für die Neumitglieder von der City BKK zu zahlen. Hintergrund: Derzeit müssen die Krankenkassen den Mitgliederzuwachs durch City BKK-Versicherte mit eigenen Mittel überbrücken bis das BVA die benötigten zusätzlichen Mittel überweist.

BVA weist Vorwürfe zurück

Als Reaktion auf die öffentliche Kritik weist das BVA dagegen alle Vorwürfe zurück. Als “grobe Desinformation der eigenen Versicherten” und als einen “untauglichen Versuch von den eigenen schwerwiegenden Verfehlungen und Gesetzesverstößen abzulenken”, bezeichnete der BVA-Präsident Gaßner die Anschuldigungen der Krankenkasse. Seiner Ansicht nach zeuge die neueste Pressemitteilung lediglich von einer “bedenklichen Unkenntnis der Rechtslage”.

Securvita BKK: “Deutschlands beste Krankenkasse”

Die Securvita ist eine der am stärksten wachsenden gesetzlichen Krankenkassen in Deutschland. Derzeit zählt sie über 170.000 Versicherte. Im April 2011 wurde die Securvita BKK vom Wirtschaftsmagazin EURO zu “Deutschlands bester Krankenkasse” gewählt. In der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift “Securvital” hatte die Securvita BKK das BVA im Vorfeld als "blockierende Institution" bezeichnet, die mittlerweile nur noch einseitige Interessen verfolge und ihre Befugnisse stetig überschreite.