Signal-Iduna: Beitragsanpassungen von zwei Prozent
Signal-Iduna: Beitragsanpassungen von zwei Prozent

Nicht nur Steigerungen, auch Beitragssenkungen von mehr als zehn Prozent sindf ür männliche und weibliche Versicherte bei der Signal-Iduna (z. B. beim Vollversicherungstarif R-Start) gegeben. Nur bei den Frauen, dafür um knapp 15 Prozent sinken die Beiträge des Vollversicherungstarifs R-Komfort-Plus-3. Die Steigerungsraten der anderen Vollversicherungstarife sind abhängig von Geschlecht und Alter. Neben beitragsstabilen Tarifen sind auch Anpassungen von bis zu 13 Prozent möglich (zum Beispiel bei dem Tarif Start und Start-Plus). Vor allem die Beihilfeversicherungen für Beamte legen teilweise drastisch zu. Doch auch hier gilt die Differenzierung zwischen Geschlecht und Alter. Die Beiträge für die GKV-Ergänzungsversicherungen hingegen sinken, zum Beispiel um mehr als 30 Prozent beim Tarif R-Ge-Top.

Beitragsanpassung durch gesetzliche Vorgaben

Die Beiträge werden nach bestimmten gesetzlichen Vorgaben, wie zum Beispiel der Kalkulationsverodnung berechnet. Auch neue gesetzliche Anforderungen, wie die sogenannten Beitragskappungen, führen zu steigenden Beiträgen. Zusätzlich wirken auf des Gesamte PKV-System noch weitere Faktoren, wie die Kostensteigerungen im Gesundheitswesen, die neuen Sterbetafeln und die Stornoentwicklung.

Steigende Beiträge: Sonderkündigungsrecht

Die Beitragserhöhung der Krankenversicherungen verläuft bei den einzelnen PKV-Unternehmen sehr unterschiedlich. Neben dem Alter des Versicherungsnehmers, ist auch das Geschlecht durchaus relevant, wenn es darum geht, ob die Beiträge steigen, oder nicht. Eine Beitragsanpassung muss auch nicht immer mit Teuerungen verbunden sein, auch sinken Beiträge sind möglich. Sollten die Beiträge für verschiedene Tarife dennoch steigen, gilt für den Versicherungsnehmer folgendes: Ruhe bewahren und vergleichen. Übereilte Entscheidungen sollten vermieden werden. Das gesetzlich garantierte Sonderkündigungsrecht gibt dem Versicherten ausreichend Zeit um Ambitionen zum Wechsel abzuwägen. Bis einen Tag vor Inkrafttreten, kann im Falle einer Erhöhung der Beiträge die vereinbarte Vertragslaufzeit durch Kündigung augehoben werden. Von diesem Zeitpunkt an, gilt nur noch die obligatorische Kündigungsfrsit von drei Monaten.

Beitragerhöhung für Altersrückstellungen

Ein Hauptteil der von der Anpassung betroffenen Beiträge wird laut Siganal-Iduna für die Altersrückstellungen aufgewendet. Rund die Hälfte der Beitragssteigerungen fließen in den Rücklagebetrag für das Alter. Rund ein Drittel wird für als Risikobeitrag für die aktuellen Versicherungsfälle verwendet. Der restliche Anteil ist für einen Sicherheitszuschlag und die steigenden Kosten gedacht.