Studie: Private Krankenversicherung zunehmend akzeptiert
Studie: Private Krankenversicherung zunehmend akzeptiert

Die Continentale hat in einer Zusammenarbeit mit dem Meinungsforschungsinstitut TNS Infratest bundesweit rund 1.300 Personen zu deren Meinung und Wissensstand über die private Krankenversicherung sowie das Gesundheitswesen befragt. Dabei war die Mehrheit der Befragten der Meinung, dass die private Krankenversicherung mehr Leistungen und ein besseres Preis-Leistungsverhältnis bieten kann, als die gesetzliche Krankenversicherung. Zudem war ein Großteil der Teilnehmer der Ansicht, dass eine gute medizinische Versorgung längerfristig nur noch in der privaten Krankenversicherung gesichert werden kann. Kritischer werden die Beiträge der privaten Versicherer wahrgenommen: Etwa 40 Prozent gaben an, dass die Kosten in der privaten Krankenversicherung verschleiert werden. Trotz dessen wollen laut Studie immer mehr gesetzlich Versicherte in die private Krankenversicherung wechseln. So würden fast die Hälfte aller 25- bis 29-Jährigen in die private Krankenversicherung eintreten, sofern sie könnten.

Studie zur Beurteilung der Krankenversicherungen

Die private Krankenversicherung Continentale führt seit 2000, in Kooperation mit Infratest, jährlich eine Studie zur Betrachtung des Gesundheitswesens und der Versicherungsbranche durch. Dabei werden den Teilnehmern in jedem Jahr neben identischen Fragen auch Aussagen zu einem bestimmten Schwerpunkt vorgelegt. 2010 bezog sich die Studie besonders auf die Beurteilung der gesetzlichen und privaten Krankenversicherung sowie auf die Kriterien bei der Entscheidung zum Wechsel in eine private Krankenversicherung.

Befragt wurden 1.307 Versicherte ab 25 Jahren. Wobei 1.130 gesetzlich versichert waren und 177 einer privaten Krankenversicherung angehörten. Zudem stammten 1.061 der Befragten aus Westdeutschland und 246 Befragte aus Ostdeutschland. Die Auswahl der Teilnehmer entspricht in etwa den Anteilen der gesamtdeutschen Bevölkerung, sodass es sich nach Angaben der Autoren um eine repräsentative Studie handelt. 

Private Krankenversicherung von Jüngeren bevorzugt

Bei der Auswertung der Studie ergab sich, dass besonders jüngere Personen die private Krankenversicherung positiv einschätzen: 83 Prozent der 25- bis 29-Jährigen sind der Überzeugung, dass die private Vorsorge eine dauerhafte gute Versorgung gewährleisten kann. Zudem gaben 81 Prozent dieser Altersgruppe an, dass Leistungen der privaten Krankenversicherung deutlich höher ist, als jener der gesetzlichen Krankenversicherung. Dies spiegelt auch die Meinung der Gesamtbevölkerung wider, denn 73 Prozent aller Befragten glauben, dass die Leistungsvergabe in der privaten Krankenversicherung größer ist. Außerdem sind 51 Prozent der Ansicht, dass das Preis-Leistungsverhältnis in der privaten Krankenversicherung besser ist, als in der gesetzlichen Krankenkasse. 32 Prozent stimmten dem jedoch nicht zu.

Kritik an Beiträgen

Im Gegensatz zu den Leistungen wurden die Beiträge der privaten Krankenversicherung von den Befragten eher kritisch bewertet: 40 Prozent gaben an, dass die Kosten in der privaten Krankenversicherung durch Beitragserstattungen und Selbstbeteiligungen intransparent seien. 28 Prozent glauben sogar, dass die private Krankenversicherung langfristig keine finanziellen Vorteile bietet.

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