Tausende Ex-Mitglieder der City BKK stehen vor Zuweisung
Tausende Ex-Mitglieder der City BKK stehen vor Zuweisung

Wie der BKK Bundesverband mitteilt, haben sich unabhängig von entsprechenden Aufforderungen bislang ungefähr 15.000 Ex-Mitglieder der City BKK noch keine neue Krankenkasse gesucht. Ende des Monats Juni waren noch 50.000 Mitglieder ohne neuen Versicherungsanbieter. Sollten die betroffenen Kunden die am heutigen Tage endende Frist für die Suche nach einer neuen Krankenkasse verstreichen lassen, werden sie dem Anbieter zugewiesen, der vor der City BKK-Mitgliedschaft die Versicherung durchgeführt hat. Falls eine entsprechende Krankenkasse nicht zu ermitteln ist, wählt der dafür zuständige Arbeitgeber, die Arbeitsagentur oder der Rentenversicherungsträger eine neuen Anbieter aus. Im Interesse der Kunden wird auf dieser Grundlage ein lückenloser Versicherungsverlauf sichergestellt. Heinz Kaltenbach, Geschäftsführer des BKK-Bundesverbandes, betont: „Wer von den ehemals bei der City BKK Versicherten noch keine neue Krankenkasse gewählt hat, sollte dies sofort tun."

Arbeitgeber umgehend über Krankenkassenwechsel informieren

Wer sich heute für eine neue Krankenkasse entscheidet, könne noch von seinem Wahlrecht Gebrauch machen, ergänzt Ann Marini vom GKV-Spitzenverband. Sie rät den Versicherten, den Arbeitgeber umgehend über den Wechsel der Krankenkasse in Kenntnis zu setzen, um Doppelanmeldungen vorzubeugen. Ab dem 15. Juli melden die Arbeitgeber den pflichtversicherten Beschäftigten im Regelfall bei der Krankenkasse an, die den Kunden vor der City BKK versichert hat. Eine Ausnahme bilden freiwillig versicherte Mitglieder, für sie gelten andere Regelungen.

Versicherungsschutz bleibt bestehen

Der Versicherungsschutz der ehemaligen City BKK-Kunden ist in jedem Fall gewährleistet. Die medizinische Versorgung wird durch die alte Chipkarte der Kunden garantiert. Die Rechnungen, die in diesem Kontext anfallen, werden laut Angaben einer Sprecherin von der „City BKK in Abwicklung“ zusammengetragen. Zu einem späteren Zeitpunkt werden die Rechnungen dann von der neuen Krankenkasse bezahlt. Bei den Kunden, die bis heute noch nicht bei einer neuen Krankenkasse angemeldet seien, handele es sich in keinem Fall primär um pflegebedürftige oder an Demenz erkrankte Menschen. In diesen Fällen hätten die Pflegeheime bereits dafür Sorge getragen, dass die Betroffenen fristgemäß bei einem neuen Anbieter unterkommen. Abgesehen von den 125.000 Mitgliedern waren im Mai etwa 30.000 Familienangehörige bei der City BKK beitragsfrei mitversichert.

Zeitungsbericht: Offenlegung der Krankenkassen-Finanzen

Wie die Berliner Zeitung berichtet, sollen die gesetzlichen Krankenkassen zukünftig ihre Finanzen offenlegen müssen. Die Zeitung beruft sich auf einen entsprechenden Referentenentwurf des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG). Demnach würden die Kunden zukünftig Kenntnis darüber erlangen, ob sie bei einer wirtschaftlich solide aufgestellten oder finanziell angeschlagenen Krankenkasse versichert sind. Aus diesem Wissen könnten die Versicherten den Wechsel der Krankenkasse ableiten. Aktuell lassen nur wenige Krankenkassen die Veröffentlichung ihrer Jahresrechnungen zu.