VDEK fordert Abschaffung der Zusatzbeiträge
VDEK fordert Abschaffung der Zusatzbeiträge

Laut Thomas Ballast ist nun die Chance gekommen, sich von dem Zusatzbeitrag und damit “diesem Finanzierungsexperiment endgültig zu verabschieden”. Die Zeit dafür sei reif, da gegenwärtig keine gesetzliche Krankenkasse mit einem Zusatzbeitrag für dieses Jahr plant (siehe Kassenübersicht). Zurückzuführen ist dies auf die ansprechende Wirtschaftslage und dem damit verbundenen Milliardenüberschuss in der GKV zum Ende des vergangenen Jahres. Einst wurde der Zusatzbeitrag von der Politik mit der Maßgabe eingeführt, mehr Wettbewerb zwischen den gesetzlichen Krankenkassen zu schaffen. Tatsächlich erfolgte in Folge seiner Einführung eine regelrechte Wechselwelle von Seiten der Versicherten in Richtung der Krankenkassen, die keinen Zusatzbeitrag erheben.

Aus Erfahrungen mit Zusatzbeitrag die Konsequenzen ziehen

Der umfassende Mitgliederverlust wurde sowohl der City BKK als auch der BKK für Heilberufe zum Verhängnis. Aufgrund ihrer destaströsen ökonomischen Situation wurden die beiden Kassen zum 01. Juli  bzw. 31. Dezember 2011 geschlossen. Aus diesen Fällen müsse man die Lehre ziehen, dass die Zusatzbeiträge nicht funktioniert haben. Im Gegenteil, so wie er gegenwärtig ausgestaltet sei, habe der Zusatzbeitrag dem Wettbewerb noch erheblichen Schaden zugefügt. Seine Einführung habe zu nicht notwendigen Fluktuationen, dem Ausfall von Beiträgen sowie einem zusätzlichem Aufwand für die Verwaltungen der Krankenkassen geführt, so der VDEK-Vorstandsvorsitzende auf der Neujahrs-Pressekonferenz seines Verbandes.

VDEK-Vorsitzender: Freiwillige private Pflegezusatzversicherung ineffektiv

Christan Zahn, seines Zeichens Verbandsvorsitzender des VDEK, betonte während der Neujahrs-Pressekonferenz, dass er die Pläne der schwarz-gelben Bundesregierung zur Pflegereform mit Skepsis betrachte. Vorgesehen ist, die private Pflegezusatzversicherung bzw. den freiwilligen Abschluss dieser zu fördern. Laut den Ausführungen Zahns werde auf Grundlage freiwilliger Abschlüsse eine anhaltende Finanzierung nicht sichergestellt. Der Grund: Vor allem Menschen, die über einen guten Verdienst verfügen, würden private Pflegezusatzversicherungen (Weiterführende Informationen zur Thematik) abschließen, konstatiert der Verbandsvorsitzende des VDEK.

Ersatzkassen festigen Spitzenposition durch Mitgliederzuwachs

Hier konnte der Verband der Ersatzkassen ebenso von erhöhten Mitgliederzahlen berichten. Demnach ist die Anzahl der Mitglieder auf inzwischen neunzehn Millionen angestiegen. Zurückzuführen ist dies auch auf Fusionen mit betrieblichen Krankenkassen (BKK). Insgesamt lassen 25,6 Millionen Menschen ihre Gesundheit bei den Ersatzkassen versichern. Mitversicherte Angehörige sind in diese Zahl bereits mit eingerechnet.