Zusatzbeitrag der neuen DAK Gesundheit offen
Zusatzbeitrag der neuen DAK Gesundheit offen

Über die Fusion der beiden Krankenkassen wurde bereits seit längerem verhandelt. Nun stimmten die Verwaltungsräte der Deutschen Angestellten-Krankenkasse (DAK) und der BKK Gesundheit endgültig der Fusion zum 1. Januar 2012 zu. Die neue “DAK Gesundheit” wird etwa 6,6 Millionen Versicherte betreuen und ihren Hauptsitz in Hamburg haben. Mit dem Zusammenschluss wird die DAK-Gesundheit nach Barmer GEK und Techniker Krankenkasse (TK) zur drittgrößten gesetzlichen Krankenkasse Deutschlands. Mit rund einer Millionen Versicherungsnehmer ist die BKK Gesundheit die größte Betriebskrankenkasse in der Bundesrepublik. Die DAK versichert rund 5,6 Millionen Menschen in Deutschland und ist damit die drittgrößte Ersatzkasse. Beide Krankenkassen erheben derzeit einen Zusatzbeitrag von acht Euro und mussten dadurch hohe Mitgliederverluste verkraften. Durch die Fusion sollen die Finanzstrukturen gestärkt und Einsparungen ermöglicht werden. Von einer Streichung der Zusatzbeiträge ist bisher jedoch keine Rede.

Kosten sparen durch Fusion

Sowohl die BKK Gesundheit als auch die DAK hatten nach Einführung ihres Zusatzbeitrags von acht Euro monatlich im vergangenen Jahr einen starken Mitgliederschwund hinnehmen müssen. Nun soll die Fusion der beiden Großkrankenkassen finanzielle Abhilfe schaffen. DAK-Chef Herbert Rebscher erklärte, er erhoffe sich von dem Zusammenschluss der Kassen deutliche Spareffekte. Durch ein neues Computersystem sollen die Verwaltungskosten reduziert werden. Zudem können Vertragsmanagement und Versorgungsangebote gebündelt und der Leistungsumfang gesteigert werden. Insgesamt rechnen beide Krankenkassen bis 2015 mit Einsparungen im zweistelligen Millionenbereich. Rebscher betonte jedoch, dass keiner der rund 12.000 Arbeitsplätze durch die Fusion abgebaut werde.

Abschaffung der Zusatzbeiträge nicht geplant

Thomas Bodmer, Vorstand der BKK Gesundheit, betonte, dass die neue Krankenkasse im Bereich der betrieblichen Gesundheitsangebote zum Marktführer werden wird. Dafür stehe künftig ein Haushalt von etwa 20 Milliarden Euro zur Verfügung. Die Versicherten könnten zudem mit zahlreichen Extraleistungen rechnen. Bodmer erklärte, dass sich für die Versicherten durch den Zusammenschluss keine Nachteile ergeben werden. Die Krankenversicherungskarten gelten weiterhin und alle Behandlungen könnten ohne Einschränkungen fortgesetzt werden. Zu einem Abbau des derzeitigen Zusatzbeitrages von acht Euro machten die Kassenvorsitzenden jedoch keine Angaben.