Zwei AOK und IKK Südwest beschließen Fusion
Zwei AOK und IKK Südwest beschließen Fusion

Ein Sprecher der AOK Saarland betonte, dass weder die Allgemeinen Ortskrankenkassen (AOK) noch die Innungskrankenkasse (IKK) wirtschaftlich angeschlagen seien. Mit der Fusion wolle man seine Kompetenzen bündeln, um sich so auf den härteren Wettbewerb vorbereiten zu können. Die neue Krankenkasse wird den Namen AOK IKK Südwest tragen und soll dem AOK-Bundesverband angeschlossen werden. Die Fusion wird vermutlich im Oktober 2011 stattfinden. Eine endgültige Entscheidung fällt jedoch erst im Sommer des kommenden Jahres. Dann werden die Verwaltungsräte der drei Krankenkassen neu gewählt und müssen dem Zusammenschluss erneut zustimmen. Bis dahin haben auch die Aufsichts- und Kartellbehörden über die Fusion entschieden.

Neue starke Krankenkasse

Laut der rheinland-pfälzischen Gesundheitsministerin Malu Dreyer (SPD) wird sich Hauptsitz der neuen AOK IKK Südwest im pfälzischen Eisenberg befinden. Die neue Krankenkasse werde eine regional starke Gesamtkasse sein, die auf Landes- und Bundesebene auch gesundheitspolitisch stärker wahrgenommen werde. Zudem garantiere sie die wohnortnahe Betreuung der Versicherten. Laut Dreyer wird die fusionierte Krankenkasse rund 4.700 Mitarbeitern beschäftigen.

Finanzielle Stabilität steigern

Der rheinland-pfälzische AOK-Vorstandsvorsitzende Walter Bockemühl sagte gegenüber dem Südwest-Rundfunk, ein Zusammenschluss diene den Versicherten und den Arbeitgebern. Man wolle fusionieren, um dadurch eine wirklich hervorragende Versichertenstruktur im Vergleich zu fast allen gesetzlichen Krankenkassen in der Bundesrepublik zu schaffen. Damit sei die Stabilität der finanziellen Struktur längerfristig gesichert, so Bockemühl. Findet die Fusion tatsächlich statt, so würde die neue Krankenkasse künftig sowohl eine regionale als auch bundesweite Größe darstellen. Mit bis zu 1,9 Millionen Mitgliedern wäre sie eine der zwölf größten Krankenkassen in ganz Deutschland. 

Kein Zusatzbeitrag bei der AOK Saarland

Bis zur Fusion mit der IKK Südwest und der AOK Rheinland-Pfalz können sich die Mitglieder der AOK Saarland sicher sein, keinen Zusatzbeitrag zahlen zu müssen. 2010 konnte die Krankenkasse einen Überschuss von etwa einer Million Euro erwirtschaften. Aufgrund der stabilen Lage könne man für 2011 daher einen Zusatzbeitrag ausschließen, so die AOK Saarland.