Hepatitis A: Ansteckungsgefahr im Urlaub
Hepatitis A: Ansteckungsgefahr im Urlaub

Rohe Lebensmittel sollten im Urlaub vermieden werden, warnen Gastroenterologen in Deutschland. Vor allem in den Mittelmeerländern könne durch nicht abgekochtes Essen oder verunreinigtes Trinkwasser Hepatitis-A übertragen werden. Auch das Robert-Koch-Institut in Berlin warnt vor dem Hepatitis-A-Virus: Eiswürfel in Kaltgetränken stellen beispielsweise eine Infektionsgefahr dar, da sie häufig aus Leitungswasser hergestellt werden. Wer sich nicht anstecken möchte, solle daher neben rohen Speisen auch bei Getränken vorsichtig sein. Laut Berufsverband der Niedergelassenen Gastroentrologen in Deutschland seien Muscheln, Meeresfrüchte oder Schalentiere auch nicht ungefährlich.

Der Virus kommt nach Deutschland

Das Robert-Koch-Institut (RKI) bestätigt, dass etwa die Hälfte aller registrierten Hepatitis-A-Fälle in Deutschland aus dem Ausland eingeschleppt werden. Die Ständige Impfkommission (STIKO) am RKI empfiehlt Reisenden, die sich länger im Ausland aufhalten möchten, eine Impfung gegen Hepatitis A und B.

Keine chronische Erkrankung

Hepatitis A ist eine Infektionskrankheit, die durch eine Kontakt- oder Schmierinfektion übertragen werden kann. Die Erkrankung heilt normalerweise ohne große Komplikationen und verläuft nie chronisch. Wenn man sich mit dem Hepatitis-A-Virus angesteckt hat, leidet man an einer akuten Entzündung der Leber. Andere Symptome, die nach der Ansteckung auftreten, sind Bauchschmerzen, Übelkeit und Erbrechen, Fieber, Durchfall und Müdigkeit. Nicht immer erleiden die Betroffenen auch eine schwere Gelbsucht. Wenn es zu einem Gallenstau kommt, sind dunkler Urin und heller Stuhlgang die Folge, so Experten.

Medizinische Therapie

Wenn man sich mit dem Hepatitis-A-Virus angesteckt hat, empfehlen Ärzte keine medizinische Therapie. Patienten wird ausschließlich geraten, sich zu schonen. Wenn Betroffene den Heilungsprozess beschleunigen wollen, können sie sich über Heilpflanzen in der Naturheilkunde informieren: Die Artischocke gilt hier als leberschonende Heilpflanze und besitzt eine antioxidative Wirkung. So könne die Produktion und Ausscheidung von Gallenflüssigkeit stimuliert werden. Wer sich nicht anstecken möchte, sollte sich bei Reisen in Risikogebiete. z.B. Südeuropa, gegen Hepatitis A und am besten auch gegen Hepatitis B impfen lassen.