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Hersteller und Autohändler im Konkurrenzkampf mit dem Internet © panthermedia.net / ginasanders

Das Kaufverhalten von Konsumenten verändert sich. Dies macht sich natürlich auch in der Automobilbranche bemerkbar. Der Autokauf über das Internet kommt für immer mehr Menschen in Frage. Hilfe bei der Wahl des passenden Autos bieten Blogs und Foren en masse. Doch was bedeutet dies für die Autohändler? Eine aktuelle Umfrage im Auftrag der Lease Trend AG demonstriert die Entwicklung anhand der Befragung von Kunden, die sich kürzlich einen Wagen gekauft haben oder dies planen.

Im Konkurrenzkampf mit dem Internet

Laut der Untersuchung informieren sich derzeit bereits 81 Prozent der Gebrauchtwagenkäufer über das Internet. Bei dem geplanten Kauf eines Neuwagens sind es sogar 73 Prozent. Für die Befragten sind besonders die Kosten bei der Online-Recherche interessant. Vor dem Kauf eines Neuwagens informieren sich demnach rund Dreiviertel der potentiellen Käufer darüber im Netz. Bei den Gebrauchwagen sind die Zahlen ähnlich hoch. Neben der Online-Präsenz sollen sich dennoch gut 40 Prozent weitere Informationen beim Autohändler einholen. 25 Prozent der Neuwagenkäufer und 36 Prozent der Gebrauchwagenhändler gaben zudem an, Automobilforen und Blogs zu nutzen. Trotz der hohen Zahlen soll, laut der Untersuchung, der Markenhändler beim Kauf dann doch noch die entscheidende Rolle spielen. Besonders deutlich wird dies bei dem Kauf von Neuwagen. Denn 93 Prozent der Neuwagen-Käufer kaufen über den Händler. Bei den Gebrauchtwagen sind es nur 35 Prozent, während die Mehrheit privat oder bei einem freien Gebrauchtwagenhändler kauft.

Jeder Zweite plant den nächsten Kauf online zu tätigen

Doch ob die Markenhändler beim Kauf weiterhin ihre Position behaupten können, ist laut der Untersuchung fraglich. Auf die Frage, ob sich die Käufer vorstellen könnten, ihren nächsten Wagen online zu kaufen, bejahten dies über die Hälfte der Neuwagenkäufer und 39 Prozent der Gebrauchtwagenkäufer. Die Tendenz zum Neuwagenkauf im Internet verwundert kaum. Schließlich lässt sich mit einigen Tricks beim Autokauf viel Geld sparen. Bei einem Kauf im Internet sind es bis zu 30 Prozent. Bei Marken- und Vertraghändlern hingegen liegt die Zahl bei unter 15 Prozent, wobei jede Variante selbstverständlich seine Vor-und Nachteile mit sich bringt.

Unternehmen reagieren auf die Entwicklung

Glaubt man einer Studie der Unternehmensberatung PricewaterhouseCoopers (PwC) sollen im Jahr 2020 von den rund 7.800 Autohändlern nur noch etwa 4.500 existieren. Neue Konzepte sind daher entscheidend. Interessant in diesem Zusammenhang, die neuen Verkaufswege von BMW: Bereits seit April verkauft Amazon den BMW i3 an Kunden in Japan. Und zum Amazon Prime Day am 15.07.2015 gab es sogar den BMW i8 über den Online-Händler zu erwerben.