Auto
Braucht man das Internet im Auto? © panthermedia.net / Tatiana Popova

Angesichts der Gefahr von Hackerangriffen auf Autos, die mit dem Internet verbunden sind, fragen sich viele Benutzer, ob die Nutzung des Internets im eigenen Auto wirklich sinnvoll ist. Aktuell betreiben die Hersteller einen großen Aufwand, um der modernen Informationstechnologie weiteren Einzug in die Branche zu gewähren. Im Hinblick auf die Verkehrssicherheit sorgen die Entwicklungen allerdings auch immer mehr für Gänsehaut.

Bedienung kann mühsam sein

Im Vergleich zur Bedienung des Internets am eigenen PC oder Notebook gleicht das mobile Surfvergnügen für viele Anwender einer nur schwer zu überwindbaren Hürde. Die Bildschirme liefern in der Regel eine Qualität jenseits der gängigen Display-Auflösungen und machen demnach nicht gerade viel Lust auf die Benutzung oder sorgen für Frustration. Die Eingabe erfolgt bis auf einige Ausnahmen über einen speziellen Controller, der meist trotz seines guten Designs jede Menge Geduld und Fingerspitzengefühl von den Nutzern abverlangt. Für einige Verbraucher ist eine Phase der Einarbeitung bei der Nutzung des Internets über das eigene Auto daher vorprogrammiert.

Online-Suche und Verkehrsdaten in Echtzeit

Ein Großteil aller in Fahrzeugen verbauten Internet-Module erlaubt die Online-Suche. Üblicherweise erfolgt der eigentliche Suchvorgang nicht in einem Browser, sondern in einem dazugehörigen und grafisch etwas besser aufbereiteten Untermenü. Neben Namen von Personen, Rufnummern oder Adressen lassen sich auf diese Weise bestimmte Zielorte sehr leicht über das Internet recherchieren. Im Vergleich dazu steht das Kartenmaterial von verschiedenen Navigationssystemen, welche eventuell die gewünschten Informationen nicht bereithalten. Darüber hinaus sind über das Internet abrufbare Verkehrsdaten in Echtzeit eine überaus attraktive Möglichkeit, den persönlichen Reiseweg zu optimieren und einzuhalten.

Internetdienste einbinden

Das Motiv hinter der Bereitstellung einer Internetverbindung für soziale Netzwerke soll seitens der Hersteller Vernunft sein: Denn statt über das Smartphone auf Facebook und Co. zu schauen, würde dafür der Bordmonitor zum Einsatz kommen. Die Nutzung von sozialen Netzwerken oder das Anschauen von Musikvideos auf einschlägigen Video- bzw. Entertainmentportalen bei Tempo 160 sorgt allerdings bei Kritikern für Fassungslosigkeit. Kartendienste bieten dagegen in nahezu allen Situationen einen großen Mehrwert. Insbesondere dann, wenn sich der Fahrer mit seinem internetfähigen Fahrzeug in einer unbekannten Umgebung bewegt, sind derartige Features eine überaus willkommene Hilfe. Angesichts der Berichte von Sicherheitslücken bei der Digitalisierung von Autos ist zu konstatieren, dass noch viel Entwicklungspotenzial besteht. Das Verhältnis von Unterhaltungsanspruch, Flexibilität und Sicherheit bleibt für die Autoindustrie und ihre Beobachter ein spannendes Thema.