Der Zusammenstoß mit einem Kind ist der Alptraum zahlreicher Autofahrer. Doch leider passieren derartige Unfälle immer wieder. Wer die Schuld an derartigen Unfällen trägt, hängt stets vom jeweiligen Einzelfall ab. Wie eine neue Untersuchung zeigt, tragen leider viele Schüler und auch deren Eltern dazu bei, dass Schüler mit ihren Fahrrädern im Straßenverkehr verunglücken. Grund sind schlechte ausgestattete Fahrräder, die oftmals erhebliche Sicherheitsmängel aufweisen.

Die Experten für Verkehrssicherheit des ACE Automobil Clubs Europa haben bundeswert 129 Schulen aufgesucht und dort mehr als 10.000 Fahrräder unter die Lupe genommen. Außerdem wurden die Schüler befragt, sodass am Ende ein aussagekräftiges Fazit gezogen werden konnte – ein Fazit, das alarmierend ist.

Der am häufigsten vorkommende Sicherheitsmangel wurde in Verbindung mit der Radbeleuchtung festgestellt. Bei 25 Prozent der überprüften Fahrräder waren entweder keine Fahrradlichter vorhanden oder die Beleuchtung war defekt. Des Weiteren wurde festgestellt, dass bei 26 Prozent Mängel an den Reflektoren festgestellt wurden – teilweise waren sie nicht vorhanden oder sie waren defekt. Ein weiteres Sicherheitsmerkmal ist das Vorhandensein einer Klingel: Bei 17 Prozent der Fahrräder suchte man sie vergeblich. Außerdem weisen 8 Prozent der Fahrräder grundlegende Sicherheitsmängel an den Bremsen auf: Die Bremsen fehlten an mindestens einem Rad oder funktionierten nicht.

Aufgrund dieser erschreckenden Ergebnisse hat der ACE Automobil Club Europa einen Appell an alle Eltern und Lehrer gerichtet. Beide Gruppen sollen sich mehr um die Fahrradsicherheit und das Thema Mobilitätserziehung kümmern. Außerdem wurden die einschlägigen Empfehlungen der Kultusministerkonferenz zur Verkehrssicherheit kritisiert. Die Empfehlungen seien mittlerweile ganze 17 Jahre alt und müssten daher novelliert werden.