AG Münster erteilt Fahrverbot für Radler – Das Urteil ist rechtskräftig

Mal ehrlich, am frühen Abend mit dem Rad von der Grillfete nach Hause, und das mit dem Fahrrad, das muss doch drin sein. Frische Luft, Abkürzungen, Radwege, kurze Strecken …

Von wegen! Zum ersten Mal darf in Münster ein Radler wegen einer Alkoholfahrt nicht mehr Rad fahren. In der Uni-Stadt mit vielen Radlern hatte man den jungen Zweirad-Radler im März 2012 mit zwei Promille kontrolliert. Es folgte ein Radfahr-Verbot , gegen das der „sündige Radler“ keinen Einspruch eingelegt hatte.

Nun stellte das städtische Ordnungsamt fest, dass das Urteil, eben ohne dass Rechtsmittel eingelegt wurden, rechtskräftig sei. In den Sattel dürfe der Mann erst wieder, wenn er mit einem medizinisch-psychologischen Gutachten seine „wieder gewonnene Fahreignung“ beweise.

Die Zahl der betrunkenen oder angetrunkenen Radfahrer und begleitend aufgetretene Unfallzahlen waren in Münster so auffällig geworden, dass die Stadt entschieden hatte, das Vergehen auch mit Radfahrverboten zu sanktionieren.
Mussten früher Radler „nur“ ihren Autoführerschein abgeben, wenn sie alkoholisiert unterwegs waren, trifft die nun auch die verbotene Verkehrsteilnahme auf dem Rad. Im benannten Fall konnte ein „Pappendeckel“ auch gar nicht mehr abgegeben werden, weil der Radler den schon vor vier Jahren abgegeben hatte.
In Münster macht man nun auf streng. Die Ordnungsbehörde hat elf weitere betrunkene Radfahrer ohne Führerschein zur medizinisch-psychologischen Untersuchung verpflichtet. Alle waren mit mehr als 1,6 Promille durch Münster geradelt.
Wer nun auch noch als Ex-Alkoholsünder bei der Untersuchung durchfällt, muss ebenfalls mit einem Radfahrverbot rechnen…

Werden andere Städte folgen…? Darauf sollte man vielleicht schon mal anstoßen….