Hausratversicherung: Wasserschäden stehen an erster Stelle
Hausratversicherung: Wasserschäden stehen an erster Stelle

Die Studie wurde von der Innofact AG Research & Consulting im Auftrag des Internetportals ImmobilienScout24 durchgeführt. Es wurden mehr als 1.000 Bundesbürger danach gefragt, ob sie sich bereits mit einem Schaden in Wohnung oder Haus auseinandersetzen mussten. Das Ergebnis ist ganz eindeutig: 42 Prozent der Befragten waren schon von einem solchen Ereignis betroffen, und bei neun Prozent gab es bereits mehrere Schäden. Offensichtlich sind sich die Deutschen auch dieser Gefahr bewusst und setzen deshalb auf Sicherheit. 70 Prozent der Teilnehmer an der Umfrage hatten eine Hausratversicherung abgeschlossen. Besonders hoch ist dabei der Anteil der 50- bis 65-Jährigen. 77 Prozent dieser Altersgruppe wollen lieber ohne Sorgen und Ängste leben und investieren deshalb in eine solche Absicherung.

Hausratversicherung sichert finanzielle Schäden ab    

Ein Schaden in der Wohnung oder im Haus hat mehrere Aspekte, von denen keiner als positiv bezeichnet werden kann. Es kostet Zeit, wenn die Folgen der Schäden beseitigt werden müssen. Zudem können durch die Aufregung Nerven und damit die Gesundheit in Mitleidenschaft gezogen werden. Die finanziellen Auswirkungen muss man erst gar nicht erst betonen. Ein Wasserschaden kann großes Unheil anrichten und sehr kostspielig werden. Die Hausratversicherung schützt zwar nicht vor Schäden oder angespannten Nerven, aber die Sorge um die finanziellen Folgen nimmt sie den Versicherten ab.

Die häufigsten Katastrophen  

Der bereits genannte Wasserschaden ist das Ereignis, das am häufigsten genannt wurde. Wasser ist ein starkes Element, und eine Überschwemmung in der Wohnung ist einer der unangenehmsten Vorfälle. Das defekte Aquarium, der Rohrbruch oder eine ausgelaufene Waschmaschine können dafür verantwortlich sein. Rund 30 Prozent der Befragten waren von einem solchen Unfall betroffen. An zweiter Stelle steht der starke Befall mit Schimmel, der gesundheitliche Gefahren im Gefolge haben kann. Auf der Skala der Schadensereignisse folgen dann defekte Heizungen und Schäden durch Unwetter. Die Wetterkapriolen führten zu vollgelaufenen Kellern oder Schäden an Dächern und Fenstern. Hier die fünf häufigsten Schäden auf einen Blick:

  1. Wasserschäden (30 Prozent)
  2. Schimmelbefall (13 Prozent)
  3. Defekte Heizungen (12 Prozent)
  4. Schäden durch Unwetter (12 Prozent)
  5. Risse in Wänden und Decken (7 Prozent) 

Vorsichtsmaßnahmen verhindern Schäden

Viel der Befragten verlassen sich aber nicht nur auf eine Hausratversicherung. Sie gaben an, auch andere Maßnahmen zur Vorbeugung von Schäden anzuwenden. Fast zwei Drittel der Befragten lüften ihre Wohnräume mehrmals am Tag, um so dem Schimmelbefall vorzubeugen. 46 Prozent der Umfrageteilnehmer ziehen alle Stecker aus den Steckdosen, wenn sie längere Zeit nicht zu Hause sind. Immerhin 38 Prozent stellen dann sogar das Wasser ab.

Hausratversicherung sollte Pflicht sein

Die Hausratversicherung ist eine der wichtigsten Versicherungen. Darauf hat vor Kurzem noch die Kommunale Wohnungsgesellschaft mbH Senftenberg anlässlich eines Großbrandes aufmerksam gemacht. In einem solchen Fall ist der Vermieter nicht zuständig. In einer Mitteilung wies die Gesellschaft auf die Bedeutung einer Hausratversicherung hin, die zu den "Pflichtversicherungen" gehören sollte: "Nur eine Hausratversicherung kann für die persönlichen Belange wie Not-Unterbringung, eventuelle Umzugskosten, zerstörten Hausrat sowie dessen Reinigung und Entsorgung aufkommen."