Auch die Hersteller teurer Luxuskarossen und Supersportwagen können nicht garantieren, dass ihre Fahrzeuge vor Rückrufaktionen gefeit sind. Dies durften nun die Kunden des italienischen Sportwagenherstellers Ferrari erfahren – zumindest diejenigen, die sich den Ferrari 458 Italia gekauft haben.

In den letzten Tagen sorgte der Supersportwagen für Schlagzeilen. Das rund 200.000 Euro teure Fahrzeug neigt bei intensiver Nutzung nämlich dazu, in Flammen aufzugehen. Mehrere Vorfälle dieser Art traten innerhalb kurzer Zeit auf, so dass der Autohersteller die Vorfälle genau untersuchte und letztlich eine Rückrufaktion eingeleitet hat.

Im Vergleich zu den Rückrufaktionen anderer Hersteller (wo oftmals hundertausende Autos zurück in die Werkstätten beordert werden müssen) fällt dieser Rückruf jedoch vergleichsweise klein aus. Laut Ferrari sind ingesamt 1.248 Fahrzeuge betroffen – das allerdings weltweit. Konkret handelt es sich um die Modelle, die vor dem 30. Juli dieses Jahres produziert wurden. Wie Ferrari gegenüber der dpa mitteilte, sind in Deutschland schätzungsweise 100 Ferrari-Besitzer betroffen, die ihre Autos in die Werkstatt bringen müssen. Die Autobesitzer werden übrigens persönlich angesprochen: Die Fachhändler haben bereits damit begonnen, ihre Kunden zu kontaktieren.

Die Ursache des Entflammens ist im Übrigen auf einen Kleber zurückzuführen, der die Hitzeschutzmatten an den Radverkleidungen fixiert. Der zunächst von Ferrari verwendete Kleber war nicht ausreichend hitzebeständig und konnte sich – vermutlich aufgrund austretender Dämpfe – bei zu hohen Reifentemperaturen entzünden. In den Werkstätten werden die Matten neu eingeklebt. Dieser Vorgang soll ca. einen halben Tag in Anspruch nehmen, sodass sich die Ferrari-Besitzer von ihren teuren Luxusspielzeugen nur für kurze Zeit trennen müssen.