Die Bewegungen am Kfz-Versicherungsmarkt lassen sich in erster Linie an den Prämien ablesen. Befanden sie sich sehr zur Freude der Kunden über Jahre hinweg auf Talfahrt, geht es jetzt wieder leicht bergauf und muss für Neuverträge je nach Versicherungsgesellschaft deutlich mehr gezahlt werden. Nicht alle Konzerne haben diese Entwicklung gleichermaßen gut verkraftet. Einige mussten Federn lassen.

Die Verschiebungen, die sich daraus ergeben, sind ebenfalls ein klarer Indikator für die Trends am Markt. Ein Beispiel dafür ist die Allianz: Sie war bislang unangefochten Marktführer, musste sich Anfang des Jahres aber der HUK-Coburg geschlagen geben, die jetzt den ersten Platz unter den Kfz-Versicherern einnimmt – bezogen auf die Zahl der versicherten Fahrzeuge.

In Österreich hat sich in dieser Hinsicht nicht ganz so viel getan. Die Kfz-Versicherung gehört zwar auch in der Alpenrepublik zu den heiß umkämpften Märkten. In den Top-5 gab es allerdings nur sehr wenige Veränderungen. Spitzenreiter ist und bleibt die Generali als größter Kfz-Versicherer des Landes. Sie kommt auf einen Marktanteil von 18,77 Prozent, verlor im vergangenen Jahr jedoch 0,38 Prozentpunkte.

Morgenluft wittert die Konkurrenz deshalb noch nicht, ist der Generali aber auf den Fersen. Den zweiten Platz belegt die Uniqa mit 14,11 Prozent (plus 0,11 Prozent). Sie verdrängte damit die Allianz (13,61 Prozent – minus 0,33 Prozent) auf den dritten Rang. Unverändert auf dem vierten Platz ist die Wiener Städtische mit 11,79 Prozent (Vorjahr 12,0 Prozent) vor der Donau (7,79 Prozent – plus 0,06 Prozent) und der Zürich, die mit einem Zuwachs von 0,48 auf 5,67 Prozent den sechsten Platz einnimmt.